HW11 Blutiger Wein

Hier können DSA-Abenteuer bewertet und bereits bewertete Abenteuer eingesehen werden.
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Thallion
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HW11 Blutiger Wein

Ungelesener Beitrag von Thallion »

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte des im April 2017 erschienenen DSA5-Abenteuers HW11 [wiki]Blutiger Wein[/wiki] von [wiki]Philipp Koch[/wiki] bestimmt.
[ externes Bild ]

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Abenteuer gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps, Fragen oder Meinungen zu dem Abenteuer. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread das Abenteuer auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Nutzer zu bieten. Hier gelangst Du zur Übersicht über alle anderen bisher durchgeführten Bewertungen.

Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!

Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Abenteuer in einigen Monaten und du willst dann abstimmen, könntest es aber nicht mehr, wenn du schon abgestimmt hättest, ohne das Abenteuer zu kennen.

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Thallion
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Re: HW11 Blutiger Wein

Ungelesener Beitrag von Thallion »

https://rezensionen.nandurion.de/2017/0 ... iger-wein/
Blutiger Wein ist ein ordentliches Szenario. Im schlimmsten Fall würde ich ihm fünf von neun Einhörnern geben, da das Heft mindestens ein guter Ideensteinbruch ist. Wenn man den zentralen Kriminalplot noch etwas strafft und von Logiklöchern befreit, ist auch ein sechstes Einhorn drin. Alles in allem ein solides Szenario.

Eine Spielempfehlung möchte ich trotzdem nicht geben. Denn das Abenteuer hat leider extrem starke Konkurrenz: Es gibt zum Thema „Winzerfehden in Almada“ das grandiose Abenteuer Eine almadanische Tragödie aus der Anthologie Ehrenhändel, dem ich persönlich auf jeden Fall den Vorzug geben würde. Aus dieser Nummer kommt der Blutige Wein leider ganz schlecht raus: Wer die almadanische Tragödie noch nicht gespielt hat, der sollte es auf jeden Fall tun, und wer sie bereits gespielt hat, der kann mit Blutiger Wein nicht mehr viel anfangen.

Eine almadanische Tragödie hat eine sehr makabre Handlung, und als Anthologieabenteuer sollte man auch mindestens mit zwei Abenden Spielzeit rechnen. Leuten, die ein weniger spezielles One-Shot-Abenteuer suchen, würde ich wiederum das Kurzszenario Unter Verdacht aus dem Aventurischen Boten 141 empfehlen. Das spielt zwar nicht in Almada, verwendet aber einige ähnliche Elemente und hat einen griffigeren Kriminalplot, der weniger Anforderungen an den Meister stellt.

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Thallion
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Re: HW11 Blutiger Wein

Ungelesener Beitrag von Thallion »

https://engorsdereblick.wordpress.com/2 ... iger-wein/
Fazit

Leider ist mir „Blutiger Wein“ insgesamt in zu vielen Bereichen nicht überzeugend gestaltet, vor allem der zentrale Antagonist hat zu wenig Aktionspotential und keine einleuchtende bzw. logische Vorgehensweise. Der Handlungsrahmen ergibt zwar durchaus viele Interaktionsmöglichkeiten, viele Bereiche sind aber zu klischeehaft (vor allem die Familienkonstellation) oder zu wenig ausgearbeitet gestaltet bzw. werden eigentlich vorhandene Elemente nicht genutzt.

Bewertung: 2 von 6 Punkten

Kai Aquila
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HW11 Blutiger Wein

Ungelesener Beitrag von Kai Aquila »

Als Ideensteinbruch sicher ein wunderbares Abenteuer. Die Grundkonstellation der konkurrierenden Winzerfamilien mit dem daraus resultierenden Romeo und Julia Szenario ist schön, ebenso der Mordfall und die daraus folgenden, gegenseitigen Beschuldigungen. Das Weinfest, welches im Gelage endet ist ein spaßiger Einstieg und es kann lustig sein, wenn die verkaterte Heldengruppe am nächsten Tag gleich mit einer so vertrakten Konstellation konfrontiert wird.
Leider ist das Gesamtwerk dann allerdings schlechter als die Summe seiner Teile und scheitert fundamental an der Motivation des Bösewichts. Die ist schlicht unlogisch.Wie helfen ihm die beiden Morde denn, an sein Geld zu kommen? Besser, man streicht hier die Geldmotivation ganz raus und lässt ihn rein aus Rache handeln oder er erpresst die Familien, indem er droht, durch weitere Sabotageaktionen dem Ruf ihrer Winzereien zu schaden (dies würde aber größeren Aufwand benötigen, um das Abenteuer umzuschreiben). Wieso die Helden mit der Köhlerin sprechen sollen ist mir auch nicht ganz klar. Die ist aber wiederum fundamental wichtig, um an den Geist und somit den Hintergrund der ganzen Geschichte zu kommen. Hier wäre es schön, wenn man auch über die Familien auf den gebrochenen Vertrag stoßen könnte, da die Spur sonst einfach zu schwach ist.

JacobTaylor
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HW11 Blutiger Wein

Ungelesener Beitrag von JacobTaylor »

Die Rivalität zwischen den Winzerfamilien kann zu spannenden Konflikten und Intrigen führen, während das Romeo und Julia-Element eine romantische Note hinzufügt. Der Mordfall und die gegenseitigen Beschuldigungen bringen eine düstere und mysteriöse Komponente in die Geschichte. Das Weinfest, das in einem Gelage endet, könnte eine humorvolle und lebhafte Szene bieten, besonders wenn die Helden am nächsten Tag mit den Folgen ihrer nächtlichen Ausschweifungen konfrontiert werden.

Antares
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Ungelesener Beitrag von Antares »

Los geht es mit einem Mord, der leider kein nachvollziehbares Motiv hat.
Der Antagonist der Helden geht mit diesem (und vor allem dem zweiten) sehr hohe Risiken ein - mit nahezu Null Aussicht auf Ertrag. Für gewöhnlich schwindet mit jeder weiteren Generation die Loyalität zu altem Vertragswerk.
Ich weiss auch,wie es auf Spielergruppen wirkt, die versuchen die losen Enden zusammenzubringen, wenn diese Enden nicht wirklich zusammen gehen. Das ist einfach unbefriedigend.

Die falsche Fährte, die der Gegenspieler bewusst in Richtung der Gaukler legt, ist einfach viel zu plump, als dass sie in irgendeiner meiner Gruppen Bestand hätte. (Er lässt am Tatort die Schelle einer Narrenkappe liegen, wie sie einer der Gaukler am Abend zuvor getragen hatte).

Weiter geht es...
"Die Gestalt flieht, sobald sie die Helden bemerkt, und kann bis ins Dorf verfolgt werden, wo sich ihre Spur verliert"
Hierzu muss man wissen (zwei Seiten vorher), dass das "Dorf aus zehn einfachen, einstöckigen Häusern" besteht.
Solche Passagen lassen mich dann doch ratlos zurück.
Könnt ihr euch eine Heldengruppe vorstellen, die es vermag, "eine dunkle Gestalt" durch die Weinberge zu verfolgen, deren Spur dann aber in einem Zehn-Häuser Dorf verliert?

Zuvor soll man als SL den Spielern übrigens klar machen, dass sie die dunkle Gestalt (den Attentäter) lieber nicht angreifen sollten, da er "jeder sein könnte, und sie evtl. einen Mord begehen würden"
Das wirkt dramaturgisch schon sehr lustlos.

Das Setting (Almada, uralte Familienfehde über Wein) ist natürlich gut.

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