Neue Forenaktion: Handwerk in Aventurien
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Forenaktion: Von Fassreifen und Braukesseln - Handwerk in Aventurien

Hier präsentieren wir euch die Forenaktionen
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Irike
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Forenaktion: Von Fassreifen und Braukesseln - Handwerk in Aventurien

Ungelesener Beitrag von Irike »

Von Fassreifen und Braukesseln - Handwerk in Aventurien

(nach dem Vorschlag von @erjurgal )

Zwar ist der INGerimm-Mond schon rum, aber seine liebe Schwester RAHja hat, liebenswert wie sie nun einmal ist, zugestimmt, ihrem Bruder ihren Monat zu leihen. Dieses mal wollen wir alles über Handwerk in Aventurien sammeln.

Die Beiträge könnte z. B. einen oder alle der folgenden Aspekte beinhalten:

Gewerke:
Welche gewöhnlichen und ungewöhnlichen Handwerke und handwerklichen Berufe gibt es in Aventurien? Wie funktioniert die Tuchmacherei? Was ist eine Kürschnerin? Wozu braucht es Röhrlmacher?

Handwerker (SC/NSC) und ihre Betriebe:
Gewöhnliche und außergewöhnliche Charaktere, Werkstätten und Betriebe; vom allgegenwärtigen Müller bis zur maraskanischen Harnischmacherin

Werkzeuge:
Senklot, Feldscherbesteck, Lastkran und Kröseleisen - Welche Hilfsmittel stehen den Handwerker*innen Aventuriens zur Verfügung?

Die Aktion beginnt ab jetzt und geht bis 30.06.2024, 23:59 Uhr.

Teamarbeit ist wie immer erlaubt und sogar ausdrücklich erwünscht.
Alle Teilnehmer_innen erhalten folgendes Badge:

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Fertige Beiträge können hier in diesem Thread gepostet werden.

Wenn Ihr einverstanden seid, dass Euer Beitrag Teil einer etwaigen gesammelten Spielhilfe hier im DSA-Forum wird, fügt bitte Eurem Beitrag noch diesen Satz hinzu:

„Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion DSA-Forum von Fassreifen und Braukesseln - Handwerk in Aventurien, vom 01.06.2024 bis zum 30.06.2024, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSA-Forums zum Download angeboten werden.“
Zuletzt geändert von Rhonda Eilwind am 03.06.2024 11:11, insgesamt 1-mal geändert.
Neugier bringt den Magier um.
Und Hochmut kommt vor dem Pakt.

Ach ja: Danke für den Zitronenkuchen.

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saturanya
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Forenaktion: Von Fassreifen und Braukesseln - Handwerk in Aventurien

Ungelesener Beitrag von saturanya »

Was könnte passender sein für diesen Monat als die rahjagefällige Liebestrunkbrauerei?

Wir betreten die Hexenküche von Saturanya Rahjane de Lasca, Braumeisterin der Hexennacht, die keinen gebundenen Hexenkessel verwendet, sondern an ihren Reisen zwischen verschiedenen Orten Aventuriens sich immer mal bei anderen einmietet. Wer von ihren Rezepten schon einmal gehört hat, weiß, dass sie recht untypisch sind – mehr noch als tsagefällig, verwendet sie ausschließlich Sumus Haare, insbesondere jedoch Rahjalieb, was zu einer regelrecht eigenen Trankkreation führte. In ihrer Küche werden aber auch Liebesküchlein von kleinen Moufflets bis mehrstöckigen Torten (für Hochzeiten) angeboten, je nach Wunsch der Kundin auch mit Schokolade. Die Katzenmilch muss sie jedoch seit dem tragischen Ableben ihrer Vertrauten substituieren – womit, bleibt ihr Geheimnis.

Viele Rezepte kann man von ihr lernen, unter anderem auch ihre eigenen Liebestrünke. Ihr Alchimiezirkel, wenn man ihn so nennen darf, besteht hauptsächlich aus alchimieinteressierten Schülerinnen Khelbara ay Baburias, die hohe Töne auf sie zu sprechen weiß, solange sie nicht auf ihren Wunsch, die Hexe möge doch endlich mal den Balsam lernen, anspricht. Eine gewisse Zahralind ay Khelbara hat einmal einen Heiltrank gebraut, dessen Nebeneffekt ebenso Erregung erzeugt hat, wie es ein Liebestrunk täte – reproduzieren konnte sie diese Ergebnis bisher jedoch nicht.

Saturanyas untypische Rezepte lassen sich teilweise aus den Liebesromanen Ranyans rekonstruieren, benötigen aber große Alchimiekenntnisse, um als solche überhaupt erkannt zu werden. Mein Herz für eine Phiole gilt hier als das kanonische Werk und ist Hesinde 1042 BF zum ersten Mal aufgetaucht, schildert jedoch nur den klassischen Liebestrunk, und lässt bei diesem noch Rezepte aus. Ein Nachfolgewerk ist noch in Arbeit. Dass Saturanya und Ranyan sich sehr nahe stehen, ist nur wenigen Personen in Aventurien bekannt (Zulhamina Al'Zila, Khelbara ay Baburia, vielleicht Gylvana von Belhanka) und ihr Geheimnis wird gut behütet, vermeiden sie so doch noch öffentlicheren Konflikt mit der Traviakirche. Wer in der Hexennacht nach Ranyan fragt, trifft auf eine Hexe, die relativ rasch einen Liebestrunk zum handelsüblichen Preis veräußert, oder bekommt – falls diese abwesend sein sollte – vielleicht noch einen aus dem Lager.

Hausregeltechnik:
Untypisches Rezept
Längst nicht alle Alchimist·innen gehen den vorgefertigten Pfad. Viele von ihnen, vor allem Hexen, schreiten eigene Wege entlang und entdecken hierbei Rezepte, die sonst nirgendwo aufscheinen. Ein untypisches Rezept ist sowohl Vorteil als auch Nachteil, sodass die gesamten AP-Kosten wieder bei 0 sind. Denn auch wenn alle Wege nach Gareth führen, sind einige davon leichter begehbar als andere.

Vorteil: Der·die Alchimist·in hat ein untypisches Rezept für ein Alchimikum, sodass die Erschwernis für die Substitution von typischen Ingredienzien entfällt. Weiters können typische Ingredienzien weggelassen werden, solange das Rezept noch alle Elemente enthält.

Nachteil: Für jede unreine Ingredienz, die im neuen Rezept auftaucht, gilt eine zusätzliche Erschwernis von -2 (statt -1 für den Austausch bzw. 0 für die Übernahme einer typischen unreinen Ingredienz).

Voraussetzung: Berufsgeheimnis für das Alchimikum

Anmerkungen: Sollte der·die Alchimist·in nicht über die Sonderfertigkeit Alchimistische Äquivalenzlehre verfügen, so hat der·die Spielleiter·in die letzte Entscheidung über den Preis für das neue Rezept. Generell ist aber davon auszugehen, dass der Preis pro Inhaltsstufe gleich bleibt.
Beispiele für untypische Rezepte
  • tsagefällige Rezepte, bei denen für keine Ingredienz ein Tier getötet werden muss
  • Rezepte von Sumus Haaren, bei denen keine einzige Ingredienz tierischer Abstammung ist; für eine besonders starke Wirkung kann Dryadenhaar als Katalysator genutzt werden
  • Hexenwissen, das nur in ausgewählten Zirkeln (meist zwischen Spinnen- oder Krötenhexen) weitergegeben wird
  • komplett pervertierte Rezepte, die nur aus dämonischen oder namenlosen Quellen stammen. Mit dem Nachteil, der durch das untypische Rezept gilt, verursacht jede Ingredienz ein Brauschwierigkeit von -5.
Rahjalieber Trunk
Typische Ingredienzien: Rahjalieb, Lulanien, Ilmenblatt, Rosenöl, Wasser aus einer Nymphenquelle, reines Salz, getrocknete Zunderschwämme, Zwölfblatt¹ , Alveranie¹ , von einer Rahjageweihten gesegneter Wein¹ , Dryadenhaar, Arangensirup² , Erdbeere² , Katzenmilch³ , Kokosmilch³

¹²³ diese Ingredienzien sind durch andere Ingredienzien mit derselben Markierung austauschbar
²³ diese Ingredienzien dienen nicht der Wirkung, sondern sind dem Geschmack der Brauerin nach beizumengen

Kosten der Ingredienzienstufen: 55 Silbertaler pro Stufe

Labor: Hexenküche

Brauschwierigkeit: -1

Wirkung nach Qualitätsstufe:
  1. Die Fruchtbarkeit der Anwenderin sinkt für die nächsten QS×3 Tage ab, sodass eine Empfängnis verhütet werden kann.
  2. Die Anwenderin fühlt sich zudem heiter und empfindet gegenüber jeder Person, die bei der Einnahme anwesend ist und von ihr wahrgenommen wird, eine gewisse Freundschaft.
  3. Die Anwenderin ist zudem für QS/2 Stunden erregt.
  4. Die Anwenderin hegt zudem für die erste Person, die sie erblickt, rahjanische Gelüste.
  5. Die Anwenderin verliebt sich zudem für einen Tag in die erste Person, die sie erblickt.
  6. Die Anwenderin verliebt sich zudem für eine Woche in die erste Person, die sie erblickt.
Besonderheiten:
Bei der Wirkung wird von einer weiblichen Anwenderin ausgegangen (bei Tsakindern gilt das von ihnen wahrgenommene Geschlecht). Auf nicht-weibliche Anwender wirkt der Trunk wie ein regeltechnischer Liebestrunk halber Qualitätsstufe, die Wirkung für QS 1 entfällt jedoch in diesem Fall.

Zu der Brauprobe kann eine Probe auf Lebensmittelbearbeitung (Kochen) abgelegt werden. Die angesammelte QS bestimmt, wie gut der Trunk schmeckt.

Die Brauprobe kann nicht durch Alraunen und das Aufladen mit Magie erleichtert werden.

Kosten (Berufsgeheimnis): 2 AP

Voraussetzung: Berufsgeheimnis Liebestrunk, Sonderfertigkeit Untypisches Rezept
Rezept für Rahjalieben Trunk zum Vorlesen
Als Basis für den Liebestrunk dienen Rahjalieb, Lulanien und Ilmenblatt, die in Rosenöl eingelegt wurden. In Wasser aus einer Nymphenquelle lasst ihr reines Salz aufkochen, darin gebt ihr getrocknete Zunderschwämme, die trotz des Wassers ein leichtes Feuer in eurem Kessel entfachen werden.

Gebt das Rahjalieb, die Lulanien und das Ilmenblatt hinzu und rührt kräftig um, bis sie eine harmonische Form ergeben. Um das Wohlwollen der Götter zu erlangen, reicht Zwölfblatt, besser wäre es aber, ihr nehmt die Pflanze, die zu Rahja so schön rot blüht wie eine Rose, aber zu den Namenlosen verwelkt, und bewahrt sie vor diesem grausamen Schicksal, indem ihr sie erntet und klein schneidet. So behalten sie etwa für einen Götterlauf ihre rahjanische Wirkung. Wer lieber zechen möchte, kann auch einen von Rahjageweihten gesegneten Wein nehmen.

Von Alraunen ist abzuraten, wenn ihr die verhütende Wirkung des Rahjaliebs erhalten möchtet, als besondere Zutat könnt ihr Dryadenhaar hinzugeben, oder wenn ihr wie ich eure Astralkraft darin habt, auch euer eigenes. Aber bitte werft das Haar nicht einfach so rein, das ist ekelhaft. Gebt es in einen Sieb und lasst es eine Weile lang im Trunk ruhen, bis dieser die Magie aufgesogen hat, dann nehmt ihr sie wieder raus, um nicht den Nachgeschmack zu haben.

Apropos Geschmack, Arangensirup oder Erdbeeren eignen sich sehr gut, um den Trunk eine köstliche Note zu geben, mit Kokosmilch, Katzenmilch, oder exotischer der Milch von Liebenden lässt sich auch die Textur anpassen. Noch Fragen?
Mein Herz für eine Phiole
Name: Mein Herz für eine Phiole
Art: Liebesroman
Autorin: Ranyan
Format: Octavo
Seitenzahl: 60-68
Erscheinungsdatum: 1042 BF
Exemplare: 1 Original, unbekannte Anzahl an Kopien
Aufbewahrung: Original bei Khelbara ay Baburia (handsigniert), originalgetreue Kopien in Rahjatempeln zu Vinsalt und Zorgan, vielleicht auch anderen Rahjatempeln
Sprache und Schrift: Garethi (Kusliker Zeichen)
Inhaltsqualität: schlicht (Unterhaltung)
Regeltechnik: Unterhaltung
Rekonstruktion: Berufsgeheimnis Liebestrunk, Sonderfertigkeit Untypisches Rezept. Rekonstruktion erfordert Alchimie-FW 8.
Wert: unbezahlbar (Original), 5-20 Silbertaler (Kopien und Abschriften nach Qualität)
Legalität: legal, Besitz teilweise von der Traviakirche verfolgt
Verbreitung: 1 (originaltreue Kopien), 6 (illustrationslose Kopien), 10 (stark gekürzte Kopien)
Besonderheiten: Die handsignierte Originalausgabe sowie die wenigen originaltreuen Kopien enthalten rahjagefällige Illustrationen, die die Protagonistin Hesinja darstellen, wie sie durch die wie eine Geweihte der schönen Göttin aussehende Alraunige die Segnungen der Rahja erfahrt.

»Hexen auf Dere gehen einer gefährlichen Tätigkeit nach, wenn sie in ihren Küchen Tränke brauen. Hesinja hat schon einige Berufsgeheimnisse der Alchimisten erlernt, doch ein Elixier, der Sagen zufolge Freunde bereiten soll, macht ihr weiterhin Schwierigkeiten. Bei einem ihrer kläglichen Versuche, das Rezept zu meistern, ergießt sich der Kessel über ihr, und der Trunk entfaltet eine bisher unbekannte Wirkung.«
– Vorwort


Dieses Werk ist das zweite Werk von Ranyan überhaupt und bringt ihre bisherigen Erfahrungen mit Liebestrünken künstlerisch zu Papier – das Rezept selbst empfand sie jedoch für so selbstverständlich, dass es keiner Erwähnung bedurfte, sodass es sich nur aus den Experimenten, die Hesinja im Laufe des Werkes durchführt, rekonstruieren lässt. Die Rahjakirche interessiert sich eher für die Darstellung der Alraunigen als menschengroße, schöne Frau, die mit einem Alraunigen Homunculus wenig gemein hat.

Die Veröffentlichung dieses Werkes machte Khelbara ay Baburia auf die Autorin aufmerksam, welche allen Spuren folgte, um sie ausfindig zu machen und das Original zu erwerben. Und dazu die Expertise der Autorin selbst.
––––

Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion DSA-Forum von Fassreifen und Braukesseln - Handwerk in Aventurien, vom 01.06.2024 bis zum 30.06.2024, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSA-Forums zum Download angeboten werden.
Der Amethyst ist ein hellvioletter bis purpurfarbener Halbedelstein, der im Zwölfgötterglauben der Göttin Rahja und damit der Liebe und der Leidenschaft zugeordnet wird.

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Avariel
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Forenaktion: Von Fassreifen und Braukesseln - Handwerk in Aventurien

Ungelesener Beitrag von Avariel »

Der Bergmann und der Schmied

Herr Ingerimm hat uns zum Wohl
Die Berge reicht bedacht
Hat Eisen, Kupfer, Silber, Gold
Uns Menschen dargebracht

Doch schenkt er sie den Faulen nicht
Nicht denen ohne Fleiß
Allein, wer harte Arbeit tut
Gewinnt der Berge Preis

Drum, Volk, wenn du den Krieger rühmst
Für manche Heldentat
Bedenke wohl, wer für sein Schwert
Das Erz gewonnen hat

Wes ist die Hand, ohnʼ deren Werk
Er nackt und wehrlos wärʼ
Ohnʼ dieʼs nicht Schwert noch Harnisch gäbʼ
Für einen Kriegesherr?

Es ist des Bergmanns starke Hand
Die Hand, die voller Kraft
Aus einem tiefen, dunklen Schacht
Das Erz ins Helle schafft

Und ʼs ist des fleißʼgen Schmiedes Hand
Die in der Flammen Schein
Das harte Eisen hämmernd formt
Lässtʼs Waffe, Rüstung sein

Was wärʼ ohnʼ sie Thalionmel
Was Raidri Conchobair
Was wärʼ der große Kriegsfürst, und
Was ohne sie sein Heer?

Des Schmiedes Denkmal baut man nicht
Karg ist des Bergmanns Lohn
Doch eine andre, größʼre Ehrʼ
Ist ihnen sicher schon

Wenn einst getan ihr letztes Werk
Spricht Ingʼrimm: Es ist Zeit
An meiner Esse seid nun Gast
In alle Ewigkeit

„Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion DSA-Forum von Fassreifen und Braukesseln - Handwerk in Aventurien, vom 01.06.2024 bis zum 30.06.2024, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSA-Forums zum Download angeboten werden.“

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Irike
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Forenaktion: Von Fassreifen und Braukesseln - Handwerk in Aventurien

Ungelesener Beitrag von Irike »

Von einem außergewöhnlichen Hautbild und einer außergewöhnlichen Frau

In einem unbedeutenden Ort, der nicht einmal einen Namen zu haben schien, alle nannten ihn immer nur "das Dorf", traf ich einen ungewöhnlichen Mann. Oder vielmehr: Einen Mann mit ungewöhnlichem Hautbild. Jeder kennt wohl die Ornamentik, welche die Nordmannen namens Thorwaler sich in die Haut zu stechen pflegen. Ineneinander verschlungene, teils schmale, teis breite Bänder aus Farbe sind es, die doch die Haut beinahe jeden zieren, der das wilde und kalte Land der Nordleute seine Heimat nennt.

Oft sind es auch einfach Runen, oder die Symbolik einer Otta, wie sich die Clans dort nennen. Oder aber es sind Darstellungen heroischen Hintergrundes, eine Waffe, ein bedeutendes Tier, zu dem der Träger des Hautbildes sich verbunden fühlt. Auch Schiffe tragen die Thorwaler gerne und mit stolz als Hautbilder.

Die Stellen, an denen man die Hautbilder zu finden pflegt, scheinen zu variieren, doch scheint es ebenso, dass die Oberarme, die Brust und der Rücken in den meisten Fällen nur zu gerne als Untergrund für die Kunst der Hautbilder genommen werden. Ich kam auf meinen Reisen nicht umhin, noch ganz andere Stellen als geeigneten Platz für die Hautbilder erkennen zu können, möchte aber aus verschiedenen Gründen hier nicht weiter darauf eingehen.

Von den Geweihten der Rahja dagegen weiß man, dass sie das Zeichen der Rose zu tragen pflegen, um ihre Verbindung zu der Schönen Göttin zu zeigen. Meist ist diese Rose sichtbar, unwichtig, was die Diener der Ewig Schönen tragen, ist deren Gewandung doch zumeist recht... durchscheinend. Auch diese Bilder finden sich, wie jeder regekmäßige Besucher eines Rahjatempels zu wissen pflegt, an unterschiedlichsten Stellen der schönen Körper der Geweihten.

Auch im tiefen Süden unseres geliebten Kontinentes ist es wohl eine althergebrachte Tradition, Hautbilder zu stechen: Die Schamanen Meridianas pflegen ihren Körper mit allerlei Bilnissen zu zieren, welche es ihnen, so ihr Glaube, erleichtern sollten, den Kontakt zu ihren Ahnen aufzunehmen und so ihre Geistermagie zu wirken.

Doch längst hat die Kunst der Hautbilder wohl auch in die Salons der gehobenen Gesellschaftten, insbesondere im Horasreich und im alanfanischen Imperium Einzu gehalten. Wenn man - gerade bei erstgenanntem Reich - wohl eher dazu tendiert, Stellen für die Hautkunst auszuwählen, die beim Tragen von Alltagskleidung nicht sichtbar sind. Es scheint oft eine Art Homage, ein Privilig für denjenigen zu sein, dem es gelingt, den Träger des Hautbildes zu verführen und so die entsprechende Stelle ohne Kleidung bewundern zu dürfen. Rahjagefällige Motive sind hier keine Seltenheit.

Die Stelle, an dem sich das Hautbild des Herrn, den ich in diesem namenlosen Dorf traf, war mitnichten ungewöhnlich. Denn das Bild befand sich auf dessen Brust. Die Darstellung selbst allerdings war durchaus einmalig, wie mich deucht. Und wie ich zu hoffen wage: Denn die Brust des Mannes mittleren Alters ziert ein sich übergebender Drache. Ja, werter Leser, in der Tat trägt Herr Alrik, wie ich ihn hier einmal nennen möchte, einen Drachen auf seiner Brust, der sich seines Mageninhaltes entledigt.

An sich schon eine überaus verwunderliche Wahl des Motives. Noch ungewöhnlicher ist der Mangel an Qualität, den dieses Bildnis ausweist. Schlecht gestochen, unscharf, die Proportionen völlig verzerrt, möchte man meinen, der arme Alrik sei einem unbeherrschten Hautbild-Dämon zum Opfer gefallen. Doch dem ist nicht so. Nein, er hat sich das Bild freiwillig stechen lassen. Wenn auch nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte. Denn er berichtete davon, sich nach etlichen Becherchen Premer Feuer noch an die Einwilligung zum Stechen des Hautbildes zu erinnern, aber danach ist das nächste, an was er sich erinnerte, wie er erwachte, seine Brust furchtbar brannte und er im glatten Wasser des Sees beim morgendlichen Waschen den überaus schlecht gemachten, hässlichen und unpropotionierten kotzenden Drachen entdeckte.

Aus dem Buch Berichte meiner Forschingsreisen des Adeptus Kendarion Kerani


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Werkstatt von Irike, der Dämonentöterin

Ort: Thorwal

Dienstleistungen: Hautblider nach Wahl, gerne nach eigenem Entwurf (dann ohne Gewähr)

Kosten: Pro Stunde 4 Silber

Handwerkerin:
Irike Fjolnirsdottir*, 2,23 Schritt groß, sehr (!) kräftig gebaut, hellblondes, durch das Alter teils weißes Haar, ca. 42 Jahre. Herausragendes Talent für Tätowieren.

Hintergrund:
Irike wollte schon immer drei Dinge: Premer Feuer trinken, Hautbilder stechen und Abenteuer erleben. Als wirklich gute Zecherin ist ersteres (normalerweise) kein Problem, zweiteres und dritteres hat sie längst in die Tat umgesetzt und sich danach, reich und berühmt, in ihrer Heimat zur Ruhe gesetzt.
Sie erlebte mit einigen Freunden allerhand Abenteuer und einmal war es so knapp, dass sie einen marodierenden Dämon besiegen konnten, dass sie bei der Siegesfeier mehr über die Stränge geschlagen haben als sonst **. Im Suff hat sie dann einen Drachen auf die Brust eines Kumpels tätowiert. Leider ging dieses Werk gehörig daneben...***

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** Im Spiel: Irike hatte eine Doppel-20 bei der Zechen-Probe.
*** Im Spiel: Doppel-20 auf Tätowieren, ernsthaft. Direkt nach der Doppel-20 vom Zechen! Aber hey, aus Doppel-20 entstehen epische Geschichten und Bilder!

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„Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion DSA-Forum von Fassreifen und Braukesseln - Handwerk in Aventurien, vom 01.06.2024 bis zum 30.06.2024, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSA-Forums zum Download angeboten werden.“

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Irike war einer meiner ersten DSA-Charaktere. Sie hat irgendwie bei Kämpfen gegen Dämonen immer das Glück gehabt, bei dem gemeinsamen Kampf gegen den Dämon den letzten, entscheidenden Axthieb zu führen, der den Dämon in seine Sphäre zurück beförderte. Sie hat sich daher den Beinamen "Die Dämonentöterin" zugelegt, unter dem sie hier und dort auf dem ganzen Kontinent noch bekannt sein dürfte, wenn man die älteren Leute fragt.
Und ja, sie war der Namensgeber für mein Foren-Alias!
Neugier bringt den Magier um.
Und Hochmut kommt vor dem Pakt.

Ach ja: Danke für den Zitronenkuchen.

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Sir Gawain
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Ungelesener Beitrag von Sir Gawain »

Werkzeuge eines Tischlers
Ich versuche, die Skizze bis zum Ende der Aktion auch noch zu kolorieren.

Holzhandwerkerwerkzeug_Vorskizze.png

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Frostgeneral
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Name: Dschakelin Krokoschinski

Profession: Weinkelteristin
Alter: 58
Aussehen: Dick, strähnige Haare, dickes Okular auf der Nase

Produktname: "Krokoschinskis Keltertropfen"

Anmerkungen:
Hier steht ganz klar Quantität vor Qualität. Sie beliefert alle Tavernen und Bruchbuden Aventuriens, vor allem an der Reichsstraße.

Wichtige Werte: Zechen 16, Winzer 18: Berufsgeheimnis Wein pantschen, Kochen 8, Hauswirtschaft 12, Handeln 14

Voraussetzungen zum Trinken: Selbstbeherrschung 7, Zechen 7

Hintergrund: Sie behauptet von sich gerne, dass sie aus Maraskan kommt, ab und zu hat sie aber auch Ahnen aus dem Horasreich oder Almada - je nachdem wer fragt. Fakt ist: Sie kommt aus Meilersgrund und hat die Hauptstadt noch nie verlassen. Die Weinanbaugebiete sind allesamt fußläufig erreichbar und liegen daher weder auf einem Hügel noch einem sonnigen Gebiet.



Wir immer und alles von mir: kann benutzt werden...

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Horasischer Vagant
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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant »

Rarrf, ein Rattenfänger aus Festum

Rarrf ist einer der erfolgreichsten Rattenfänger Festums und dementsprechend auch bei den Menschen ein durchaus geachteter Zeitgenosse. Mit einer Größe von 142 Halbfingern gilt er selbst für einen Goblin als klein. Sein schmächtiger Wuchs ist jedoch in seinem Handwerk ein bedeutender Vorteil, wenn er sich auf der Jagd nach Ratten durch schmale Spalten oder enge Löcher zwängen muss. Mit seinem herausragenden Gehör kann Rarrf auch die leisesten Bewegungen seiner potentiellen Beute wahrnehmen und ihnen so besser auf den Pelz rücken. Ein ausgezeichneter Geruchsinn sowie seine Dämmerungssicht machen ihn zu einem gefährlichen Jäger der zahlreichen Nager in den Kellern und Gewölben Festums. Seine Erfolge kann man bestens an der Gewandung des Goblins erkennen: seine Kleidung ist aus dem Leder und Fell der erlegten Ratten sowie aus gebrauchten bunten Stoffstücken der menschlichen Bevölkerung zu einer schrillen und gewagten Kombination gefertigt. Schwere Stiefel schützen ihn zusätzlich vor möglichen Bissen seiner Widersacher. Mit Hilfe seiner beiden Frettchen, Snirrf und Snarrf, rückt er, neben seinem schartigen Säbel und einer Balestrina, den Ratten zu Leibe. Die Torsionswaffe aus dem Horasreich hatte er als Dank für seine Dienste von einem zufriedenen Kunden erhalten als Rarrf ihm half Waren ungesehen nach Festum zu bringen. Ja, der Goblin kennt auch zahlreiche Geheimnisse unterhalb des wichtigsten Handelszentrums des Bornlandes.

Rarrf hat es mittlerweile für goblinische Verhältnisse sogar zu bescheidenen Reichtum gebracht: ein Kachelofen auf dem man es sich in kalten Nächten gemütlich machen kann erwärmt seine Stube im Gerberviertel. Und er kann es sich außerdem erlauben seine beiden Lieblingsschwestern Sulje und Zorrka mit ihren zahlreichen Kindern durchzufüttern.

Im Firuntempel ist der goblinische Rattenjäger ein gern gesehener Gast und er spendet sogar regelmäßig für den grimmigen Gott der Menschen.
Aber Rarrf hat in Festum nicht nur Freunde – seine erfolgreiche Tätigkeit hat die Aufmerksamkeit einer Gruppe von Anhängern des Namenlosen erregt. Noch weiß der Goblin nicht, dass die Diener des Rattenkindes nach seinem Leben trachten und er womöglich schon bald Hilfe von Abenteurern benötigen könnte…


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@DayDreamer_
Wenn Du ein Bild von Rarrf machen möchtest - gibt es natürlich auch den Badge! :)
Besuche mit Deinem Helden das viewtopic.php?f=14&t=50787

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Gerbaldijian
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Name: Eichgard Hammerfaust
Profession: Holzfäller
Kultur: Andergast

Alter: 36 Sommer
Geschlecht: Männlich
Aussehen: Schwarze Haare, Muskulöser, leicht abgemagerter Körper, Grüne Augen, Narbe über die Linke Wange

Werkstatt: Hammerfaust's feine Steineichen
Lage der Werkstatt: Am Rand des Dorfes Anderstein
Wichtige Talente: Holzbearbeitung: 16, Handeln: 14

Hintergrund: Eichgard hat eine ganz Normale Kindheit bei seinen Eltern genossen. Sein Vater war ebenfalls Holzfäller - so wie er. Seine Mutter war Hausfrau. Mit 17 Jahren hat er die Werkstatt seines Vater übernommen nachdem dieser Verstorben ist - getötet mit 38 Jahren von einem einfachen Trupp Banditen. Eichgard hat sich daraufhin entschlossen das Geschäft mindestens genau so gut zu leiten wie sein Vater. Seine Mutter hat ihm Anfangs dabei geholfen. Inzwischen ist es ein ansehnlicher Betrieb für Steineichen.
Denn: Steineiche kann man immer gebrauchen - so sein Motto.

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Haldan, Oleksandr Kozachenko.jpg
Seid ihr mit Kor ist Kor mit euch

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Haubentaucher
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Ungelesener Beitrag von Haubentaucher »

"Werter Herr, wie wunderbar; wie wahrlich gesegnet Ihr seid, har har!"
Alrik schaut in ein strahlendes gewaltiges Grinsen und die verschmitzten Augen eines jungen Norbardenmannes, der ihn mit einladender Armbewegung an seinen Marktstand lockt.
"Und das kann ich kaum einem jedem sagen, oh nein nein! Viele würden gar einiges geben, Euren wohl größten Schatz ihr eigen nennen zu können!"
Alrik kapiert nicht, was der Mann von ihm möchte. Für Rüben und ein Brot wurde er zum Markt geschickt, das hatte er sich genau eingeprägt. Der Mann, der ihm gegenüber steht, trägt die typische schöne Reisekleidung seines Volkes. Er wirkt ordentlich und sehr nett. Alriks Blick fällt auf einen Schemel, vor dem ein kleines poliertes Silberspiegelchen aufgehangen wurde.
"Erlaubt mir, mich vorzustellen! Mein Name ist Oljahn Grintjeff und meine Profession ist das Frisieren, das Toupieren, das Formen, Gestalten, Schneiden, Stutzen, Kürzen, Legen und Setzen der schönsten, gewagtesten, elegantesten Haarmoden unter des Herren Praios wachendem Blick. Und Ihr, mein werter Herr, Ihr!- tragt die vollste und glänzendste Lockenpracht, die ich je in meinem Leben gesehen habe! Kommt herbei und setzt euch und lasst uns dieses Wunder zur herrlichsten Form bringen, den Göttern und Menschen zur Freude!"
Dabei zwinkert er Alrik keck zu und bedeutet ihm elegant, sich zu setzten.
Alrik ist verwirrt. Verschiedene Gedanken und Emotionen purzeln durch seinen Kopf. Frisieren? Was bedeutet das? Er versteht, dass der Mann ihm die Haare machen möchte und wuschelt sich nervös über den Kopf. Prächtige Locken? Tatsächlich hatte er schonmal den Eindruck gehabt, dass Eldetraude verträumt nach seinen Locken geschaut hatte. Alrik wird rot.
Noch ehe er es sich anders überlegen kann, sitzt er plötzlich auf dem Schemel, während der Norbardenmann ihm ein wohlduftendes, schön gemustertes sauberes Leinentuch über die Schultern legt.
"Einfach ein Gedicht! Vor nichtmals zwei Monaten hatte ich in Trallop die Ehre den Herren Ritter von Gulbach frisieren zu können und ganz unter uns - da hatte ich meine liebe Mühe, noch das beste draus zu machen. Bei Euch aber lacht mir das Herz, so viele schöne Möglichkeiten fallen mir ein!"
Währenddessen fährt er Alrik unablässig mit geschickten Fingern durch die Haare und zeigt ihm schließlich stolz einen feinen Hornkamm.
"Seht! Dieser feine Kamm wurde mir bei Donnerbach von einem Nivesenweib geschenkt, die voller Freude war ob der gestuften Halbfrisur, die ich ihr kreierte. Die feinen Schläfenzöpfe gefielen ihr am allerbesten har har!
Unbezahlbar aber und von höchster Güte seht Ihr hier meine Frisierschere, von Zwergenhand gefertigt! Glänzend und scharf und gerade wie am ersten Tage! Grimbald Sohn des Garobasch vertraute sie mir an, nachdem ich ihm das Wunder des Zweidrittel Schrägscheitels demonstrierte. Ich hüte sie wie meinen Augapfel, das glaubt mir wohl!
Freut euch auch auf die pflegenden, wohltuenden Tinkturen, die ich in Eure fertige Frisur fein einmassieren werde! Erstklassige Tulamidenware aus dem fernen Fasar. Ihr werdet euch wie neugeboren fühlen!
Aber ich greife vor!
Blickt noch ein letztes Mal in den Spiegel auf Eure volle Haarpracht und schaut zu, wie mein stolzes Handwerk Euch zum schönsten Mann in ganz Ulfdingen macht!"


Oljahn Grintjeff wurde als viertes Kind einer Norbardenfamilie geboren und ist glücklich und tüchtig in seiner Handelskarawane aufgewachsen. Schon früh begeisterte er sich für die Haargestaltung und zeigte auch ein großartiges Geschick für die Sache. Auf all den Handelsreisen wurde er von außergewöhnlichen Haartrachten verzaubert und verliebte sich in die hellen Zöpfe der Thorwaler, die kunstvollen Harzfrisuren der Maraskaner und die glatten, funkelnden schwarzen Haare der Tulamiden. Die Haartracht seines eigenen Volkes wurde ihm alsbald eintönig und so beschloss er eines Tages in die Welt hinaus zu ziehen und alle Frisuren der Welt kennen zu lernen.
Heute ist er hauptsächlich mit freien Handelskarawanen und Jahrmärkten unterwegs und bietet seine Künste feil. Manchmal bringt ihn sein großes Talent auch in höhere Gesellschaften, in denen er aber nie zu lange bleiben mag. Er sucht stets neue Gegenden und Kulturen auf der Suche nach inspirierenden Haartrachten. Auch an geeignetem Werkzeug und Elixieren ist er sehr interessiert. Manchmal schließt er sich dafür auch kleineren Reisegruppen an.
Er ist redselig und aufrecht, allerdings auch durchaus phexgesegnet und versteht sich darauf die rechte Atmosphäre zu treffen für die rechte Entlohnung.



„Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion DSA-Forum von Fassreifen und Braukesseln - Handwerk in Aventurien, vom 01.06.2024 bis zum 30.06.2024, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSA-Forums zum Download angeboten werden.“
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Andras Marwolaeth
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Ungelesener Beitrag von Andras Marwolaeth »

Schneidermeisterin Bärbel Rad, Gareth

Wer hat das schon erlebt? Man bastelt sich einen schönen SC und dann macht die lebende Historie das ganze Konzept kaputt.

Bärbel Rad ist so ein Beispiel. Sie ist in Tobrien aufgewachsen und hat das Schneiderhandwerk erlernt. Dann trat sie in Galottas Dienste als Geheimagentin mit dem Auftrag, in Gareth Informationen zu sammeln.
Kurz danach erschien die Kampagne zum Jahr des Feuers.
Bärbel nutzte die Wirren und übernahm eine Schneiderwerkstatt von einem alten einheimischem Meister, der in den Wirren leider zu Tode kam. Seitdem geht sie in den Palästen des Hochadels ein und aus, vermisst die Adligen, schneidert ihnen wertvolle Gewänder auf den Leib und greift alles an Informationen ab, was sie kriegen kann. Leider, leider, hat sie keine Kontaktperson. Yol-Ghurmak hat sie vergessen.

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chizuranjida
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida »

Dieses Lied ist schon älter und nicht für diese Aktion geschrieben, aber nachdem ich @Avariels Lied oben gesehen habe dachte ich mir, das könnte hier auch stehen:

Prospektor Eisenbart
(auf: Doktor Eisenbart)

Ich bin Prospektor Eisenbart,
behandel' Erz auf meine Art,
kann machen daß aus Gold wird Blei
und daß Quecksilber flüssig sei.

Endurium auf Maraskan
suchte ich während vielen Jahrn.
Dann hab ich immerhin geblickt
daß es nicht auf der Straße liegt.

Ein reicher Mann in Festum-Stadt
mir sehr viel Geld gegeben hat.
Ich baute ihm ein Bergwerk auf,
da findet er Geröll zuhauf.

In Xorlosch war's auf Sohle acht.
Da hört' ich wie ein Balken kracht.
Ich schlug ihn mit der Axt kaputt,
begrub so Sohle neun mit Schutt.

Ein Bergwerk bei dem Greifenpaß
das hatte zuviel Grubengas.
Ich steckt' es mit der Fackel an
damit es nichts mehr schaden kann.

Edit:
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"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

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Ungelesener Beitrag von Madara Thiralion »

Das soll jetzt kein eigener Beitrag sein, aber ich finde, diese beiden Threads zur Imkerei sollten in einem Thread über handwerkliche Professionen verlinkt sein:
viewtopic.php?t=58554
viewtopic.php?t=59170
Shinxir vult!

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Nordi
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Ungelesener Beitrag von Nordi »

"Hallo Celdrik"
"Oh, hallo Marja, ihr seid aber früh heute Abend. Was darf's sein, ein Bier, wie immer?"
"Ja, Celdrik, ein Bier bitte. Ich möchte etwas mir dir Besprechen, deswegen bin ich so früh."
"Worum geht's? War was mit der letzten Lieferung Wein?"
"Nein alles in Ordnung, keine Sorge. Es geht um deine Tochter und meinen Sohn. Brauchst nicht so zu schauen, die beiden sind kein Paar. Es geht ums Geschäft."
"Puh... Äh..."
"Also, es wissen alle hier im Dorf, dass deine Tochter nicht kochen kann."
"Peraine sei's geklagt, ja und ja..."
"Und ich betreibe das Badehaus. Eine Baderin hat es mit der Kundschaft ja einfacher als ein Bader. Besonders wenn sie jung ist und so gut ausschaut wie... Zum Beispiel deine Tochter."
"Was willst du Marja?"
"Ich bilde deine Tochter zur Baderin aus, du meinen Sohn zum Gastwirt und Koch."
"Kann Travin überhaupt kochen?"
"Lass' das mal meine Sorge sein."
Kurze Pause
"Gut... Versuchen wir es. Am nächsten Schneetag kommt Alrike dann zu dir, du schickst Travin zu mir."
"Abgemacht! Hast du was Stärkeres, um unsere neue Zusammenarbeit zu besiegeln?"

Am selben Abend, im Badehaus:
"Keine Widerrede, du gehst bei Celdirk in die Lehre."
"Aber Mama..."
"Travin, du kommst so langsam in ein Alter, wo deine Erregung beim Anblick nackter weiblicher Gäste sichtbar wird. Das ist nicht gut fürs Geschäft. Und Kochen kannst du ja."
"Und meine...Andere <<Ausbildung>>?"
"Die wirst du weiter von mir bekommen. Mach dir da keine Sorgen."
"Und du meinst wirklich, meine Kochkünste reichen für das Gasthaus?"
"Mit diesem kleinen <<Trick>> immer. Nennt sich <<Würze>>. Bereit ihn zu Lernen? Ja? Also gut, achte jetzt auf deine Gefühle..."

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Jalka
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Ungelesener Beitrag von Jalka »

Name: Yolinde Walsareff
Profession: Kostüm- und Gewandschneiderin
Kultur: Bornland
Alter: 19
Aussehen: rotblondes Haar, blaue Augen, Praiossprossen, schlanker, sehniger Körperbau

Yolinde ist eine lebensfrohe, etwas vergessliche Träumerin, ein phexgeküsstes Glückskind, das gerne singt und eine unbewusste Viertelmagierin (MH Schneidern, Malen/Zeichnen, Lederarbeiten, TS Entwurf/Festgewand, Sticken, Lederkleidung) die sich durch ihre Kreationen und ihr Können Anerkennung verdienen und sich selbst verwirklichen will. Ihr Traum ist eine eigene Werkstatt (mit vielen Lehrlingen), in der sie nicht nur für die feine Gesellschaft, sondern auch für die weniger Betuchten Wundervolles schaffen und Wünsche wahrwerden lassen kann. Womöglich wird sie ihr weiterer Weg nach Al’Anfa führen, wo sie sich als Yolina Walsace einen Namen machen kann. Doch vielleicht haben die Götter auch ganz andere Pläne für sie...

In einer Interviewserie über die Mitarbeiter*innen in einem ganz besonderen Projekt erzählte Yolinde kürzlich folgendes über sich und ihre Arbeit:

„Ich bin Yolinde Walsareff, Gewand- und Kostümschneiderin aus dem schönen Festum. Nach einer eher konventionellen Lehre habe ich einige Zeit in der berühmten Werkstatt von Millidjida der Gewandmacherin im Stadtteil Neu Jergan mein Können verfeinert. Schließlich habe ich mich einer recht erfolgreichen Wanderbühne angeschlossen, habe an einigen Theatern ausgeholfen, bevor Phex meine Schritte Richtung Zorgan lenkte, wo ich mich nun in diesem besonderen Projekt der Fertigung eher rahjagefälliger Garderobe widme.

Bei einem Theaterstück stehen oft die Schauspielerinnen, Autoren und die Intendanten im Mittelpunkt. An die Kostümbildner und Gewandmeisterinnen denken wenige sofort. Dabei ist das Kostüm beziehungsweise die dargestellte Person im Kostüm meist das erste, das das Publikum erblickt. Bis diese durch Gestik, Mimik und Sprache ihre Persönlichkeit offenbart, hat man durch die Kleidung meist schon einen ganz guten Eindruck gewonnen, wer da vor einem steht. Das gilt auch, wenn die Kleidung eher dazu da ist, wieder ausgezogen zu werden, wie bei dieser Produktion.

Der Weg zu einem passenden Kostüm ist ziemlich lang. Am Anfang steht immer das Lesen des Stücks und der Austausch mit Autoren, Bühnenbildnern, Musikern und Intendant. Es geht darum, die Botschaft und das Gefühl zu erfassen, das vermittelt werden soll. Danach heißt es Inspiration sammeln, eine erste Entwurfsammlung anfertigen, bereits vorhandenen Kostüme auf ihre Wiederverwendbarkeit oder Änderbarkeit prüfen, Materialien und Kosten besprechen und natürlich auch die Darstellerinnen kennenlernen und Ausmessen, Entwürfe gegebenenfalls auf sie anpassen. Steht ein Entwurf fest kann das Schnittmuster erstellt werden und die Produktion beginnen. Es folgen einige Anproben, die Auswahl von Accessoires, Schuhen und vielem mehr, weitere Änderungen und Anpassungen bis der Sitz perfekt ist und bei der Generalprobe alles so ist, wie es sein soll. Wenn man bedenkt, dass das Nähen eines einfachen Leinenhemdes für geübte Hände fast einen Arbeitstag dauert, kann man sich vielleicht vorstellen, wie lange die Handarbeit an einem aufwändigen Theaterkostüm dauert. Und gar nicht selten braucht man solche sogar in doppelter Ausführung.

Für meine Arbeit benötige ich neben Skizzenbuch und Schreibmaterial, Maß- und Hilfsbändern, Kreide und Stoff eigentlich nur eine Nadel, Garn, Schere, Fingerhut, manchmal auch Stecknadeln – aber tatsächlich eignet sich der Heftstich besser, um vor allem bei Anproben ein gutes Bild des fertigen Gewands zu vermitteln. Mit dem Steppstich wird alles fest zusammengenäht, sodass eher der Stoff als die Naht reißt. Und mit dem Leiterstich oder Überwendlichstich beherrsche ich einen ganz profanen Zauber.“

„Wenn ihr wollt, erzähle ich - Hesinde und Ingerimm zum Gefallen – noch etwas über das Maßnehmen. Denn das ist die Gelegenheit, bei der sich Schneiderin und Rest-Aventurier am nächsten sind...
Spoiler
...Viele Leute sind sehr aufgeregt, wenn sie zum Schneider kommen. Ich sagte ja bereits, wie lange es dauert, ein Hemd zu nähen. Wenn man bedenkt, dass man ein Kleid, eine Tunika, Beinkleider, Hose, Strümpfe und vieles mehr noch dazu benötigt, verwundert es nicht, dass eine komplette Ausstattung nicht gerade eben günstig ist. Viele einfache Frauen haben gerade mal drei Kleider. Zwei für den Alltag, eines für Feiertage. Und diese werden getragen und geflickt, bis es nicht mehr geht. Selbst bei mittelständischen Familien ist die Garderobe oft nicht so umfangreich. Deshalb ist der Besuch beim Schneider und das Anfertigen lassen eines neuen Gewands für einige ein durchaus besonderes Erlebnis.

Am besten vertreibt man die Aufregung durch einen angenehmen Plausch. So erfährt man auch gleich mehr zur Person und dem Anlass, dem die Bestellung gilt. Es ist auch wichtig, darauf zu achten, dass die Person aufrecht, aber entspannt steht. Kein Bauch einziehen oder Brust rausstrecken! Deshalb sollten auch keine Spiegel im Arbeitsraum vorhanden sein, will man unnötiges Posieren vermeiden - gerade bei Schauspielern ist das nicht selten. Und egal, wie nett man erzählt, die Schneiderin sollte stets konzentriert bleiben und alle genommenen Maße auf einem Blatt eintragen.

Insgesamt werden mehr als zwei Dutzend Körperpunkte vermessen. Der zu Vermessende sollte dazu möglichst wenig oder wenn dann nur enge Kleidung tragen - bei diesem Projekt war das jedenfalls nie ein Problem... Das Maßband sollte stets glatt sein, nicht zu straff gespannt werden, aber auch nicht zu locker. Dann geht es los mit der Körperhöhe und es folgen: Brustumfang, Unterbrustumfang, Brustbreite, Brusttiefe, Vordere Länge, Rückenhöhe, -breite und -länge sowie Hüfttiefe, Taillenumfang und Hüftumfang, Halsumfang, Kopfumfang, Schulterbreite, Ärmellänge, Oberarmumfang, Ellenbogenumfang, Unteramumfang,Handgelenkumfang und schließlich Seitenlänge, Schrittlänge, Knielänge, Oberschenkelumfang, Knieumfang, Wadenumfang und Knöchelumfang.

Es bietet sich an, ein Hilfsband um die Taille zu knoten. So können zum Beispiel die Rückenlänge oder die Seiten- und Knielänge leichter ermittelt werden. Die Ärmellänge wird am leicht angewinkelten Arm gemessen. Die Rückenhöhe, Hüft- und Brusttiefe wie auch die Vordere Länge werden von dem Halswirbel aus gemessen, der beim Beugen des Kopfes am weitesten hervorsteht. Die Rückenhöhe wird bis auf Höhe der Achselhöhle gemessen. Mit Hilfe eines Blatt Papieres, das unter die Achsel geklemmt wird, gelingt dies leichter.

Beim Maßnehmen kann man sich ganz schön nahekommen. Deshalb ist für manche Näherin wichtig zu erwähnen: Kein Quatsch bei der Arbeit! Aber was der Feierabend bringt, steht auf einem anderen Blatt….
[ externes Bild ]

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Lifthrasil
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Pulvis Imperialis Normatus, Gareth
Kaiserlicher Normstaub und ein neues Handwerk

Manchmal führen Gildekonflikte zur Gründung eines komplett neuen Handwerks. In diesem Fall zum Beruf des Staubmüllers.
Staubmüller? Ist nicht jede Mühle staubig? Ja, aber nicht so!
Zur Geschichte: in einer Stadt wie Gareth sind Besen und andere Putzhilfsmittel ein großer Markt. Tausende von Handwerksbetrieben, die sauber gehalten werden wollen. Hunderte von Straßen und Abertausende von privaten Haushalten. Kein Wunder, dass die Besenbindergilde reich und mächtig wurde. Aber dann kam die Konkurrenz aus dem Ausland und warb mit besseren Besen aus anderem Haar und noch wischigeren Wischmops. Die Garether Gilde warb nun mit dem Sigel "Kaiserlich anerkannte Besen." ... Aber das taten die anderen auch bald. Denn was heißt Kaiserlich anerkannt? Man legt den Besen einem kaiserlichen Beamten vor und der sagt "Ja. Das ist ein Besen"
Und dass alle behaupteten die besten Besen zu haben und auf den Märkten Demonstrationen veranstalteten, wie gut ihre Besen kehren (natürlich mit entsprechend präparierten Böden), half der Sache nicht. "Euer Staub ist ja gar kein echter Dreck! Der lässt sich viel zu leicht wegkehren!" ... "Unsinn! Euer grobkörniger Dreck ist viel leichter zu kehren!"

Kurz, einheitlicher Dreck musste her um eine Vergleichbarkeit der Fegekraft zu erreichen. Das kaiserliche Normen-Amt schrieb in Zusammenarbeit mit der Besenbindergilde die Erschaffung des perfekten Staubgemisches aus, der alle typischen Staubkorngrößen, Materialien und Beschaffenheiten enthält. Und am Ende ging der Auftrag natürlich, wie immer, an Zwerge. Meister Erfest, ein Amboßzwergischer Schmied und Mechanikus, entwarf Kugelmühlen aus Zwergenstahl, bei denen der Mahlgrad perfekt wählbar ist und Karbo Unterhügel, sein brilliantzwergischer Buchhalter, kümmert sich um Logistik und Vertrieb.

Mit diesem Wunderwerk der zwergischen Technik ausgestattet berief nun das Normen-Amt den ersten kaiserlich anerkannten Staubmüller. Bodo Flusser. Der stellt in seiner Staubmühle den einzigen kaiserlich anerkannten Normstaub (Pulvis Imperialis Normatus, kurz PIN, was auch der Name seines Betriebes ist) her und ist daher der einzige, der das Siegel "kaiserlich anerkanntes Putzwerkzeug" vergeben darf. Was er sich natürlich königlich vergolden lässt.

Als findiger Geschäftsmann fand er aber auch Kunden jenseits der Besenbindergilde. Tatsächlich wird heutzutage der Großteil des Normstaubes ins Horasreich exportiert. Denn dort fing eine Molkerei an, ihre Milch magisch zu reinigen um mit besonders sauberen, gesunden Produkten werben zu können. Aber plötzlich hatten sie keine Löcher mehr im Käse. Wie es sich herausstellte, sind Staubteilchen notwendig, damit sich Bläschen bilden und vergrößern können. Aber wie bringt man die Notwendigkeit von Staub - also Dreck - mit dem Anspruch zusammen den saubersten Käse des Horasreiches herzustellen? ...
Na, man kauft sauberen Staub, der auch noch eine genau gleichmäßige Korngröße hat so dass alle Löcher schön gleichmäßig werden. Noch dazu kann man bei Pulvis Imperialis Normatus auch Staub herstellen lassen, der nur aus getrockneten Kräutern besteht. Heustaub. Also das, was vor der magischen Reinigung sowieso in der Milch war.

Unsinn? Ja. Aber es verkauft sich. Der sauberste Käse der Welt mit den perfektesten Löchern und garantiert nur mit gesunden, essbaren Inhaltsstoffen. Das trifft genau den Geschmack der verwöhnten Reichen und Schönen des lieblichen Feldes.

Und so hat sich der Beruf des Staubmüllers gefestigt und auch im Horasreich gibt es inzwischen Tüftler, die versuchen die meisterliche erfest'sche Kugelmühle zu kopieren. Vielleicht werden ja auch mal die 'Helden' eurer Gruppe angeheuert, die Baupläne zu stehlen? Oder einen solchen Ideenraub zu verhindern? Auf jeden Fall gibt es hier, in Rahmen dieses neuen Handwerks, bestimmt Arbeit für findige Abenteurer.


Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion DSA-Forum von Fassreifen und Braukesseln - Handwerk in Aventurien, vom 01.06.2024 bis zum 30.06.2024, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSA-Forums zum Download angeboten werden.“.

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Madara Thiralion
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Ungelesener Beitrag von Madara Thiralion »

Nokarion von Saldersand (geb. 997 BF, wirres schwarzes Haar, gläserne Augen) ist ein Handwerker der besonderen Art. In seinem Wohnort Arbasia (gelegen in Arbasien, an der tobrischen Küste zwischen Norbeneck und Sandersand) wird Nokarion normalerweise nur als "der Glaskünstler" betitelt – was im Prinzip auch schon verrät, was er als Broterwerb betreibt.
Nokarion ist ein Künstler, der Glas formen kann wie kein anderer. In seinen Händen entstehen hochgradig komplexe Glasgebilde, verziertes Geschirr, abstrakte Figuren und alles sonstige, was sich ein Kunde aus Glas vorstellen kann. Angeblich soll Nokarion hunderte von gläsernen, mit Goldstaub versetzten Blättern aus Glas gefertigt haben, um in Xeraans Goldenem Haus einen kleinen Ziergarten zu ermöglichen. Was dem Künstler hingegen weniger liegt, ist Normierung und Eintönigkeit – zu langweilige und einheitliche Werke fertigt er nur gegen Aufpreise an, und normierte Gläser oder Fensterscheiben herzustellen würde ihm im Traum nicht einfallen.
Nokarion ist ein Agrimoth-Paktierer (2. Kreis; Paktgeschenke: Borbaradianismus (HARTES SCHMELZE, BRENNE TOTER STOFF, ZHOLVARS GÜLDENGLANZ), Hitzeresistenz, Meisterhandwerk (Glaskunst), Feuerhand, Kaltes Schmieden (auch Glas); Paktmal: funktionale Glasaugen) und durch seine Kunst mittlerweile ziemlich wohlhabend geworden. Er selbst macht sich allerdings nicht so viel aus Geld und verkauft viele Stücke über den lokalen Präfekt Danilew Engstrand, der davon ordentlich profitiert. Für seine profanen Bedürfnisse unterhält Nokarion eine Haushälterin, Alrike Stillwasser – ein Künstler kann schließlich nicht arbeiten, wenn er sich um Dinge wie die Wäsche kümmern muss.

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Shinxir vult!

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