DSA4 Rondra und Kor als eine Entität

Von A wie Aves bis Z wie Zholvar: Alles über (mehr oder weniger) anbetungswürdige Kräfte und ihr Gefolge.
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HyruLean
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Rondra und Kor als eine Entität

Ungelesener Beitrag von HyruLean »

Wenn man den Aussagen der Magierphilosophie und denen der Spielerwelten:Kosmos-Hypothese glauben schenken mag, dann haben alle Götter und göttlichen Enitäten ein Ziel: Das Nayrakis der Seelen ihrer Gläubigen abzbusahnen und damit möglichst wenig für alle anderen übrig zu lassen.

Wäre es also nicht durchaus plausibel für eine Gottheit wie Rondra verschiedenen Gläubigen unter leicht veränderten Aspekten zu erscheinen, um noch mehr Seelen für sich zu bestimmen? Sprich: Könnte Kor nur eine andere Gestalt Rondras sein, die versucht Kämpfer und Kriegerinnen abzuholen, die sich nicht mit den (strengen und im Krieg äußerst tödlichen) Geboten Rondras identifizieren könne?

Die Historia gibt kaum Auskunft über Kor und auch zu seiner Entstehung habe ich nichts näheres gefunden. Einziges Problem, dass ich hierbei sehe, ist, dass er an der Seite Rondras und Ingerimms mit der Klinge Sokramor gegen das Omegatherion gekämpft haben soll, was natürlich schwierig wäre, wenn er keine selbstständige Entität ist, aber ansonsten finde ich wenig, was dagegen sprechen könnte.
Möglicherweise handelt es sich bei Kor auch nur einen Wesenszug Rondra, nämlich der Wilde und Gnadenlose, der von Zeitalter zu Zeitalter mal mehr und mal weniger dominant ist.

Interessante Folgen hätte das vor allem auf eine (kanonisch nicht allzu seltene) Konvertierung von Rondra-, zu Korgeweihten (siehe Theateritter Kampagne). Aus der Sicht Rondras wäre es ja gar nicht doof, diese "verlorenen" Seelen einfach wieder unter anderer Hausnummer an sich selbst zurückzuleiten.

Was haltet ihr von der Idee und findet ihr etwas, das die Theorie widerlegen würde?

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WeZwanzig
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Rondra und Kor als eine Entität

Ungelesener Beitrag von WeZwanzig »

HyruLean hat geschrieben: 26.01.2024 15:25 und findet ihr etwas, das die Theorie widerlegen würde?
Historia Aventurica, Seite 63.

Kor und Rondra waren bis zum 9ten Zeitalter eine Wesenheit, dann hat sich Kor von Ihr abgespaltet und seit dem haben wir zwei getrennte Entitäten.
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HyruLean
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Rondra und Kor als eine Entität

Ungelesener Beitrag von HyruLean »

Gab es dazu mal eine Errata, weil in meiner Historia geht es auf Seite 63 um den Aufstand gegen die Wasserdrachen?

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WeZwanzig
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Ungelesener Beitrag von WeZwanzig »

Falls deine Blau ist, dann ja, die wurde komplett zurückgerufen und durch die mit braunem Einband ersetzt
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Vasall
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Rondra und Kor als eine Entität

Ungelesener Beitrag von Vasall »

Wobei IG Kor in der nördlichen Rondrakirche als ihr Sohn einer der wichtigsten Alveraniare ist und damit einen beträchtlichen Teil der Rondraverehrung ausmacht.

Ritterorden und Garden verehren hier Rondra mit Kor, was durchaus Sinn macht, schließlich sind Ritter und Krieger oft auch Rondras Vollstrecker und müssen Dinge tun aus denen sie ihre Geweihten lieber raus halten um vor Rondra besser da zu stehen.

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HyruLean
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Rondra und Kor als eine Entität

Ungelesener Beitrag von HyruLean »

Ich finde auch nicht, dass die Formulierung der neuen Historia das unbedingt ausschließt:
Rondra hat zudem etwas getan, das
Nandus vorgemacht hatte. Sie hat ihre blinde Kampfeslust
aus sich selbst herausgelöst und damit einen neuen Unsterb-
lichen erschaffen: den schwarzen Kor, der schnell selbst zum
Gott wird.
Zunächst macht der Vergleich mit Nandus an dieser Stelle natürlich gar keinen Sinn, weil dieser ja wortwörtlich von seiner Aspektgespaltenheit zerissen wurde (Historia 2015, 52) (und laut Historia geht Nandus ja vollständig in den beiden neuen Wesenheiten auf), während Rondra Kor ja anscheinend nur "aus sich heraus genommen hat". Die Verbindung, die danach zwischen den beiden bestand oder eben auch nicht wird nicht näher beschrieben, aber wie schon in meinem ersten Beitrag beschrieben, sehe ich keinen Grund diesen Aspekt aus sich herauszulösen, wenn nicht um mehr Seelen abzuholen.
Vasall hat geschrieben: 26.01.2024 17:13 Wobei IG Kor in der nördlichen Rondrakirche als ihr Sohn einer der wichtigsten Alveraniare ist und damit einen beträchtlichen Teil der Rondraverehrung ausmacht.
Wenn er also tatsächlich nur ein Alveraniar Rondras ist und somit kein eigenes, sondern nur Rondra Karma, vielleicht unter seinen leicht abgewandelten Aspekten, vergibt, würden die Seelen ja am Ende immer noch in Rondras Tasche landen. Ich finde es jedenfalls schwierig Kor damit als eigene (Halb-)Gottheit anzusehen.

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Eldoryen Gammensliff
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Rondra und Kor als eine Entität

Ungelesener Beitrag von Eldoryen Gammensliff »

Der Aventurische Hintergrund ist immer irgendwie im flow. Schau dir die Historia an. Was 2014 noch galt war 2015 nur noch Futter für die Mülltonne.

Auch bei Nandus ist das Papier, auf dem Dinge zu ihm stehen, keinen Cent wert. Der aktuellste Kanon ist, dass Nandus sein gespaltenes Gewissen rausgerissen hat und dieses Gewissen resultierte dann in Amazeran und Hesinde. Aktuell erwacht der "Papa" wieder, als mit reinem Gewissen gesegnete Akademiker Mary Sue.

Was wissen wir schon von Rondra und Kor? Ihre "Platzung" wurde sowieso nur reingeschrieben weil man von 2014 auf 2015 diesen Rettungankerunfug gebraucht hat (weil einem sonst die Nandusjünger weiter auf den Kopf gestiegen wären: "wie soll ich nur einen Charakter in einem ROLLENspiel spielen der nicht an das vollkommen uneingeschränkt Richtige glaubt, ohje Nadnus Tod ist so schrecklich, mimimi"). Und weil es eben für das Etablieren einer neuen Regel sinnvoll ist mehrere Präzendenzfälle zu haben, um plausibel genug zu sein, hat nan gleich ein paar mehr platzen lassen.

Was genau jetzt wahr ist wissen nur die Atoren von morgen und übermorgen. Aber meiner Ansicht nach, liest sich die Historia erstens so, als ob Rondra und Mithrida ziemliche Twins gewesen wären und Chalwen arge Probleme hat beide zu unterscheiden. Und zweitens kann es auch sein, da Chalwen Rondra erst so richtig auf dem Schirm hatte nachdem sie geplatzt war, dass wir eher von einer, namentlich unbekannten, Proto-Korrondra ausgehen müssen die dann, analog zu Nandus, so auch der Texthinweis, in zwei Götter geplatzt ist. Oder Mithrida selbst war diese Korrondra. Oder. Oder. Oder.

Das sind halt jetzt die beiden großen Konzepte von DSA. Der gute alte "phantastische Realismus" und neuerdings das fancy "fluid backrounding". 😜

Hesinde zum Geleit! Korrondra zur Wehr.

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DnD-Flüchtling
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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling »

HyruLean hat geschrieben: 26.01.2024 15:25 Wäre es also nicht durchaus plausibel für eine Gottheit wie Rondra verschiedenen Gläubigen unter leicht veränderten Aspekten zu erscheinen, um noch mehr Seelen für sich zu bestimmen? Sprich: Könnte Kor nur eine andere Gestalt Rondras sein, die versucht Kämpfer und Kriegerinnen abzuholen, die sich nicht mit den (strengen und im Krieg äußerst tödlichen) Geboten Rondras identifizieren könne?
Faktisch machen sie das auch - so zum Beispiel bei jeder Rasse (H'Szint tritt durchaus anders auf als Hesinde; Gravesh durchaus anders als Ingerimm usw.) - allerdings gibt es soweit ich das sehe keinen Gott außer dem Namenlosen, der seine Gläubigen aktiv "täuscht", indem er sich in einem Pantheon mehrmals verehren lässt; und speziell im Fall Kor vs. Rondra haben wir es schwarz auf weiß, dass es zwei Wesenheiten sind.

Hier muss man allerdings auch sagen, dass DSA da nicht immer konsistent ist; und man mit der "Götter können sich spalten"-Setzung aus der Historia Aventurica ein weiteres Fass aufgemacht hat, das nun ganz neue Fragen aufwirft. So gab es zB drei profilierte Spaltungen, die alle eine Persönlichkeitsänderung hervorgerufen haben:

- Nandus: Hesinde und Amazeran
- Tsatuaria: Tsa und Satuaria
- Rondra: Rondra und Kor (WIMRE hängt Rondra auch irgendwie mit Mithrida zusammen, aber es wird nicht spezifiert wie genau. Überhaupt ist Rondra von den Zwölfgöttern eine derjenigen, die am wenigsten "Screentime" in der HA haben.)

Aber auf der anderen Seite hat man dann so Fälle wie Brajan und Praios oder Zirraku und Brazoragh o.ä., die sich teilweise schon massiv unterscheiden, aber trotzdem eine Wesenheit sind.
Eldoryen Gammensliff hat geschrieben: 26.01.2024 21:02Aber meiner Ansicht nach, liest sich die Historia erstens so, als ob Rondra und Mithrida ziemliche Twins gewesen wären und Chalwen arge Probleme hat beide zu unterscheiden.
Ich glaube, hier stand ihnen auch die alte Göttergeschichte im Weg: Mithrida war ja 1994 eine der der drei Gigantinnen, die sich selbst in ein Schwert verwandelten, damit die Götter gegen das Omegatherion kämpfen konnten; und in der Historia wurde das rückwirkend zur Metapher gemacht, indem nun die Setzung verfügt wurde, dass Mithrida persönlich als Göttin gegen die Vielleibige Bestie kämpfte und sie das so sehr schlauchte, dass sie als alveranische Gottheit ausschied - und das nächste Mal, als man ihr begegnet, ist sie irgendwie zur Rondra geworden, aber ohne das beide sich sichtbar unterscheiden würden.

Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass ihnen einfach nichts dazu eingefallen ist bzw. sie keine Lust hatten; sich damit zu beschäftigen (was dannn auch die lange Abwesenheit erklären würde) - möglicherweise, weil sie andere Gottheiten einfach interessanter fanden? Gottheiten wie Tsa oder Erzdämonen wie Charyptoroth, die in der Vergangenheit ja deutlich weniger relevant waren als die wichtieren Zwölfgötter, bekamen in der HA ja deutlich prominentere Positionen zugewiesen. Es würde auch dazu passen, dass bei Rondra möglicherweise ein Downgrade zur Göttin der Kampfesehre ansteht (wurde hier ja auch im Forum diskutiert).
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Der_auf_dem_Stuhl
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Ungelesener Beitrag von Der_auf_dem_Stuhl »

Erstmal OT:

Ich bin ein noch kleinerer Fan der WA, wenn sie festlegt, dass Kor sich im neunten Zeitalter von Rondra abgespalten hat. Das ist Redaktionswissen, hat nichts in den Händen der Spieler zu suchen (und diese Art von Wissen diffundiert maßgeblich aufgrund des Internets nun einmal früher oder später in die Köpfe der Spieler), weil es zur Entmythifizierung und Trivialisierung der Spielwelt beiträgt. Ich bin tatsächlich auch kein Fan der Abspaltungs-Theorie.

Von der Sache her denke ich wird es nie offizielle Abenteuer geben, für die die Frage, ob sich Kor im neunten Zeitalter oder zu einem anderen Zeitpunkt von Rondra abgespaltet wird, relevant ist und die ihr mit eurer Gruppe nicht spielen könnt oder das oder an anderen Stellen zu Inkonsistenzen führt, weil ihr es anders als in der HA behauptet handhabt.

Ich bin allerdings auch kein Fan der Theorie, dass jede Gottheit einfach möglichst viele Seelen einsammeln will, weil es die Entmythifizierung und Trivialisierung der Spielwelt - Täterätä - weiter komplettiert. "Empirisch" ist Seele eben nicht gleich Seele - Borbarads Seele versprach ungleich mehr "Macht" als die eines gewöhnlichen Sterblichen - so dass die Sache noch zumindest einen qualitativen Aspekt hat.

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Eldoryen Gammensliff
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Ungelesener Beitrag von Eldoryen Gammensliff »

Der_auf_dem_Stuhl hat geschrieben: 27.01.2024 07:34 Ich bin allerdings auch kein Fan der Theorie, dass jede Gottheit einfach möglichst viele Seelen einsammeln will, weil es die Entmythifizierung und Trivialisierung der Spielwelt - Täterätä - weiter komplettiert. "Empirisch" ist Seele eben nicht gleich Seele - Borbarads Seele versprach ungleich mehr "Macht" als die eines gewöhnlichen Sterblichen - so dass die Sache noch zumindest einen qualitativen Aspekt hat.
Ich bin auch abaolut kein Fan dieses Konzeptes. Man kann sich nämlich mit Recht fragen was die Götter von den Dämonen unterscheidet wenn sie aus Macht(zuwachs)geilheit Seelen "fressen".

Wenn aber die Implikationen der HA stimmen ist dieses Konzept Geschichte. Beim Khaschen Roulette (formerly known as Loskarussel) geht es um den Einfluss den ein Gott auf die Gestaltung Deres hat. Es geht also um die größe der Kulte und die Menge an Anhängern die die göttlichen Prinzipien verbreiten. Von Seelenernte als alveranisches Feature ist mit keiner Silbe die Rede. Und das ist gut so.

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HyruLean
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Ungelesener Beitrag von HyruLean »

Eldoryen Gammensliff hat geschrieben: 27.01.2024 08:42 Ich bin auch abaolut kein Fan dieses Konzeptes. Man kann sich nämlich mit Recht fragen was die Götter von den Dämonen unterscheidet wenn sie aus Macht(zuwachs)geilheit Seelen "fressen".
Das kann natürlich jede Runde so halten, wie es zu ihrem Spielstil passt aber ich finde das Konzept genau deswegen interessant. Es hat etwas cthuloides, wenn man sich fragen muss, ob die "guten" alveranischen Götter tatsächlich so viel besser sind als die "bösen" Erzdämonen, wenn sie im Ende auch nur ihre Macht und damit ihre Seelenausbeute mehren wollen.
Das ist sicherlich kein Wissen, was (ohne das Zutun Amazeroths) einfach so in Spielerhand gehört aber man kann in einem düsteren Aventurien hervorragend damit spielen und zb BR in eine stark cthuloide Kampagne mit Götterzweifel und in den Wahnsinn treibenden Erkenntnissen umbauen.

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Frostgeneral
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Rondra und Kor als eine Entität

Ungelesener Beitrag von Frostgeneral »

Klassischer Neoborbaradianismus.
Wenn du da Azaril Scharlachkraut einbaust oder einen anderen Philosophen ohne Minderpakt, dann sind das spannende Gespräche, unabh von Kor// Rondra

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DnD-Flüchtling
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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling »

Der_auf_dem_Stuhl hat geschrieben: 27.01.2024 07:34Ich bin tatsächlich auch kein Fan der Abspaltungs-Theorie.
Mein Spekulatius: Die Idee mit der Abspaltungsgeschichte kam denen, als sie sich überlegt haben, wie sie die Nanduszwillinge verwursten - oder sie fügte sich zumindest sehr gut in deren Geschichte hinein.

Vorher waren beide ja die Söhne des Nandus; und Nandus wiederum der Sohn der Hesinde (nach Ingame-Lesart). Als die Redaktion dann aber die göttliche Fortpflanzungsmythen des Zwölfgötterkultes ad acta gelegt hatte, wurden damit auch zwei Setzungen revidiert:

- Rohal und Borbarad konnten nicht die Söhne des Nandus sein.
- Nandus war auch nicht der Sohn von Hesinde.

Dadurch, dass man aus Nandus den moralisch eher grauen Wissensgott machte und seinen Alveraniar zu einer einzelnen Entität, musste man mit einer Begründung aufwarten, warum er dann letztlich in zwei Formen auftauchte, und da passte die Abspaltungsgeschichte natürlich perfekt. (Und dadurch, dass die göttliche Abstammungslehre zu einer reinen Ingame-Erzählung reduziert wurde, war es auch kein Problem, die Rollen von Nandus und Hesinde zu vertauschen.)
Ich finde es auch auffällig, wie schnell Amazeran sich aus dem Götterhimmel verabschiedet, um zum Erzdämon zu werden - er hält es ja gerade mal ein Zeitalter aus. (Die Transformation von Göttern zu Erzdämonen dagegen gab es ja schon länger, wenn man Charypta heranzieht.)
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Denderajida_von_Tuzak
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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak »

Falls K sich im neunten Zeitalter von R abgespalten hätte, würde das Problem mit dem gleichzeitigen Kampf von R und K gegen das Omegatherion immer noch bestehen, der fand (soviel ich weiß) im fünften Zeitalter und damit vor dem neunten statt.

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Timonidas
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Ungelesener Beitrag von Timonidas »

Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben: 30.01.2024 22:56Falls K sich im neunten Zeitalter von R abgespalten hätte, würde das Problem mit dem gleichzeitigen Kampf von R und K gegen das Omegatherion immer noch bestehen, der fand (soviel ich weiß) im fünften Zeitalter und damit vor dem neunten statt.
Ich weiss es ist ein wilder Vorschlag aber was wäre wenn der Mythos um den Kampf gegen das Omegatherion nicht 100% wörtlich zu lesen ist? Dann könnte Rondra + Kor bedeuten dass beide eben als Einheit agierten, oder auch dass die sonst besonnene und gelassene Rondra sich dem Blutrausch hingegeben hat. Es kann aber auch sein, dass der dritte Mitstreiter gegen das Omegatherion ein ganz anderer war der aber später von Kor ersetzt wurde, sei es weil man den ursprünglichen Dritten vergessen wollte (der Namenlose oder ein gefallener Gott) oder weil er schlicht nicht mächtig/wichtig genug war und seine Bedeutung durch den ähnlichen Kor vollständig verdrängt wurde. So oder so ist eine Legende/Mythos finde ich keine Quelle die man als historischen Fakt lesen muss, auch nicht innerhalb einer fiktiven Welt.

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Eldoryen Gammensliff
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Ungelesener Beitrag von Eldoryen Gammensliff »

Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben: 30.01.2024 22:56 Falls K sich im neunten Zeitalter von R abgespalten hätte, würde das Problem mit dem gleichzeitigen Kampf von R und K gegen das Omegatherion immer noch bestehen, der fand (soviel ich weiß) im fünften Zeitalter und damit vor dem neunten statt.
Also ich würde halt einfach nicht "Publikationen mischen". Wenn ich z.B. annehme das Rondra und Kor zwei Spaltprodukte aus dem neunten Zeitalter sind (Quelle HA) dann muss ich natürlich auch passenderweise annehmen dass es vor allem Praios, Ingerimm, Mithrida, Rondra, Firun und Graufang die mächtigsten Götter waren die gegen das Omegatherion gekämpft haben und Mithrida, Sokramor und Hazaphar nur als Opfer unter "allen Beteiligten" genannt werden.

Wenn ich aber die HA-Variante des 5. Zeitalters ablehne dann bin ich auch im 9. Zeitalter frei sie abzulehnen um ein sinnvolles Bild zu bekommen. Ich könnte dann z.B. sagen:

"Korrondra sah wie schwer das Omegatherion in der Schöpfung wütete und sah dass sie verlieren würden. Da fasste ersie einen Entschluss sich selbst ins Zentrum des Kampfes zu stellen und das Omegatherion zu stellen damit ihre Mitgötter es fällen können. Im Zentrum des Mordens und Tobens stand ersie da und ermöglichte den göttlichen Streitern so den Sieg, nicht ohne dass ersie zerfestzt und entzweiht wurde. Korrondra war nicht mehr. Aus ihrem vergehenden Leib erhob sich die stolze Rondra dem ewigen Kampf und Ruhm verpflichtet und seit dieser Zeit hatte sie kein anderes Ziel mehr als die Teilleiber des Omegatherions endgütlig vernichtet zu sehen und sie ersann aus Donner und Sturm eine Waffe von unübertrefflicher Vernichtungsgewalt. Ihr anderer Teil - der dunkle und blutige Kor wurde schwerst verwundet und das Gift des Omegatherions durchtoste seine göttliche Präsenz. Lange Äonen musste er damit und mit sich selbst ringen, immer nahe am Abgrund dessen was er zu besiegen trachtet. Und erst der Sieg seines Zwiillings Rondra über den Teilleib in Tobrien ermöglicht ihm langsam wieder zu göttlicher Größe aufzusteigen - pünktlich zum neun Karmakorthäon."

Es muss halt immer zusammen passen was man so entscheidet. Natürlich kann ich nicht sagen er hat damals mitgekämpft und ist dann erst später entstanden. Aber sowas sollte ja eigentlich selbstverständlich sein.

Rondra zum Geleit! Kor zum Sieg!

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Ungelesener Beitrag von Islogh bren Bradruch »

Alles nur Klamauk.

Ein altes Sprichwort sagt: "Konkurenz belebt das Geschäft!"

Das ist doch alles vom Namenlosen inszieniert um jedem Individuum vorzugaukeln es wäre seine eigene Entscheidung an was/ woran es glaub.

In Wirklichkeit ist alles der Eine.
Oder oder vielleicht doch nicht?
Wer kann das schon mit sicherheit sagen?

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DnD-Flüchtling
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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling »

Eldoryen Gammensliff hat geschrieben: 31.01.2024 22:23 Also ich würde halt einfach nicht "Publikationen mischen". Wenn ich z.B. annehme das Rondra und Kor zwei Spaltprodukte aus dem neunten Zeitalter sind (Quelle HA) dann muss ich natürlich auch passenderweise annehmen dass es vor allem Praios, Ingerimm, Mithrida, Rondra, Firun und Graufang die mächtigsten Götter waren die gegen das Omegatherion gekämpft haben und Mithrida, Sokramor und Hazaphar nur als Opfer unter "allen Beteiligten" genannt werden.
Das denke ich auch (also von Rondra mal abgesehen; ich nehme mal an, dass das ein Versehen war); Die Info, dass Mithrida, Sokramur und Hazaphar sich opferten, um das Omegatherion zu besiegen, schaffte es irgendwie durch die Zeitalter bis in die Gegenwart und wurde dann zu der Sage von den drei Schwertern, die von den drei stärksten Göttern geführt werden mussten.

Hier ist es schade, dass die Autoren Rondra anscheinend eher weniger interessant fanden und sich deswegen relativ bedeckt gehalten haben, was sie angeht - nachdem Mithrida sich ausklinkt hört man ja erstmal bis zum neunten Zeitalter nichts mehr von ihr, und dann gibt es nur die nebulöse Andeutung von Chalwen, dass Rondra aus den Resten von Mithrida hervorgegangen ist (wenn ich mich hier recht erinnere).
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Liyanara
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Ungelesener Beitrag von Liyanara »

Ich bin der Überzeugung, dass ursprünglich geplant war, dass Rondra, Kor (und vermutlich Zerzal) eine Entität sind. Dazu gab es in den Abenteuern viele Hinweise. Als die erste Version der Historia Aventurica kam, gab es dort auch keinerlei Hinweis auf Kor. Der Name tauchte schlicht gar nicht auf. Gab ja auch keinen Grund dazu. Auch ein paar andere Sachen die da standen (wie dass Tsa und Satuaria eigentlich die gleiche Entität sind), halte ich für tatsächlich den Metakanon, mit dem die Redaktion und die Autoren gearbeitet hatten. Es passt nämlich durchaus zu alles was in den Abenteuern/Kampagnen etc. die Jahre davor passierte.

Dann kam die große Entrüstung. Dann kam die "verbesserte" Version, die nun auch offizieller Kanon ist. Ich halte es bei mir immer noch so in meinem privaten nichtkanonischen Aventurien, dass Kor sich nicht wirklich von Rondra getrennt hat.
Rondra liebt Zweikampf, liebt den Wettstreit, um Dinge zu entscheiden. Was wäre da denn sinnvoller als zwei Kirchen, die in Konkurrenz zueinander stehen und sie schaut, welche erfolgreicher ist. Am Ende gewinnt sie und ist gut für das Karmakorthäon vorbereitet.
In Anbetracht, dass die Darstellung auch dort, die Ingameerzählung einer Unsterblichen ist, die selbst zugibt, dass sie nicht immer alles klar und richtig wahrnimmt, kann hier auch nur sien, dass Kor/Rondra eben zwei Erscheinungsformen einer Entität sind, die so mit sich im Wettstreit ist, dass die Riesin das nicht vernünftig unterscheiden konnte.


Wann immer ich versuche herauszufinden, was wohl im Hintergrund im Meta gedacht wurde und mit den Andeutungen im 4.1 Abenteuer-/Kampagnenmaterial gemeint war, finde ich es deutlich hilfreicher in der ursprünglichen Historia Aventuria Version zu schauen. Macht zumindest für mich den Kanon in der 4.1-Kampagnenzeit deutlich stimmiger und bisher konnte ich es auch immer noch stimmig erklären, mit dem, was im neuen Material rauskam.

Aber nur so meine persönliche Interpretation und Vorliebe. Insofern sehe ich auch kein Problem, die beiden als eine Entität zu nutzen. Das würde erklären, warum sich Zerzaltempel, sowohl für Rondra-, als auch Koranhänger vertraut anfühlen.
Und Zerzal hat soviel auch mit Sturm und Donner zu tun, dass der Rondrabezug dort offensichtlich ist... bei der Elfenjagd-, aber auch Kriegsgottheit, die einen SPEER benutzt.... <zu Kor schiel>. Aber das ist eben nur meine persönliche unkanonische Vorstellung und legt man nur die aktuellere Historia Aventuria zugrunde und ignoriert alles Material vorher (was ja logisch ist, weil sie die neuere Quelle ist), dann ist das vielleicht eine interessante Idee, aber definitiv nicht kanonisch.
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chizuranjida
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HyruLean hat geschrieben: 26.01.2024 15:25 Wäre es also nicht durchaus plausibel für eine Gottheit wie Rondra verschiedenen Gläubigen unter leicht veränderten Aspekten zu erscheinen, um noch mehr Seelen für sich zu bestimmen? Sprich: Könnte Kor nur eine andere Gestalt Rondras sein, die versucht Kämpfer und Kriegerinnen abzuholen, die sich nicht mit den (strengen und im Krieg äußerst tödlichen) Geboten Rondras identifizieren könne?
So, wie ich diese Theorie verstanden habe, sollte das nicht funktionieren können. Eine Gottheit saugt diejenigen Seelen auf, die sehr gut mit ihr harmonieren.
Wenn eine Seele gut zu "Rondra" passt, zu "Kor" aber nicht, oder umgekehrt, dann harmoniert sie aber doch nicht mit einem Korrondra-Gesamtwesen.

Ob man deswegen setzen muss, dass Korrondra sich mal aufgespalten habe? Warum können Kor und Rondra nicht immer schon voneinander unabhängige Gottheiten gewesen sein, mal alveranisch, mal vielleicht auch außeralveranisch/"Halbgötter"? (Ja gut, weil es vielleicht in der HA steht. In irgendeinem Werk stand sicher auch mal, Kor sei Rondras Sohn mit einem Drachen, das sieht man jetzt auch nicht mehr so.)

Viel spannender als mögliche Götterteilungen in vergangenen Zeitaltern finde ich eigentlich, wen die Aventurier unter welchem Namen verehren, und was sie dem oder der zuschreiben.

Eine Übereinstimmung von Rondra und Zerzal sehe ich zB nicht. Ich habe da die Vorstellung verinnerlicht, dass die Elfen eigentlich "zerza" als philosophisches Konzept meinten, "das Vergehen / die Zerstörung", gar nicht als Person.
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

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chizuranjida hat geschrieben: 11.02.2024 16:35 Eine Übereinstimmung von Rondra und Zerzal sehe ich zB nicht. Ich habe da die Vorstellung verinnerlicht, dass die Elfen eigentlich "zerza" als philosophisches Konzept meinten, "das Vergehen / die Zerstörung", gar nicht als Person.
Das ist auch so ein typisches altes DSA-Proble - die Autoren hatten im Grunde nur vom Zwölferkult eine wirklich gute Vorstellung, und alles andere rangierte da irgendwie unter ferner liefen. Das ist wohl auch der Grund, warum es relativ viele Kulturen gibt, die zumindest ursprünglich - und teilweise auch heute noch - nur einen oder zwei Götter verehrten: Zwerge (Ingerimm), Novadis (Rastullah), Elfen (Nurti+Zerzal), Goblins (Mailam Rekdai + Orvai Kurim), Maraskaner (Rur+Gror), Norbarden (Mokoscha), Achaz (H'Ranga), Fjarninger (Frunu + Angara) etc.

Und bei den Elfen kam dann halt noch dazu, dass man anscheinend keine typischen tolkienesken Fantasyelfen haben wollte, sondern denen einen ganz eigenen Anstrich inklusive einer antitheistischen Weltsicht gab, und man zwischen den Setzungen "die Elfen sind zwar nicht religiös, aber sie kennen die Götter Nurti und Zerzal" und "Nurti und Zerzal sind eigentlich die Prinzipien des Werdens und Vergehens" hin- und hereierte.
(Auch hier hat die HA ja endlich mal Nägel mit Köpfen gemacht.)
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Rondra und Kor als eine Entität

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chizuranjida hat geschrieben: 11.02.2024 16:35 Wenn eine Seele gut zu "Rondra" passt, zu "Kor" aber nicht, oder umgekehrt, dann harmoniert sie aber doch nicht mit einem Korrondra-Gesamtwesen.
Oder sie harmoniert genau dann besonders gut, wenn das Gesamtwesen für den Kampf und den Zwist an sich steht. Der ewige Kampf, das ewige Ringen um den letztlich siegreichen Weg ist ja was Korrondra ausmacht.
Auch die Anhängerschaft trägt diesen Kampf mit sich - jedes einzelne Wesen, das Korrondra folgt, spürt zugleich Leben und Hoffnung, wie auch Zerstörung und Tod in sich und versucht stets beiden Polen gerecht zu werden.

Ich bin ein Ritter und fühle mich berufen dazu Leib und Leben zum Wohle meiner Leute einzusetzen. Dazu Stähle ich meinen Leib, erhebe den Mut und kultiviere Kampfkunst und mir innewohnende Zerstörungslust. Gleichzeitig versuche ich das Leben zu schützen und die Werte der Menschlichkeit zu wahren und vorzuleben wo nur immer möglich.

Von dieser Ambivalenz berichten die Heldenepen wie die Veteranenerzählungen der alten Schlachten. Der Ritter entfesselt in dem was er tut auch Tod und Elend und vernichtet letztlich sehenden Auges und mit dem Wissen um die Verantwortung darüber das was er zu bewahren trachtet.
Und von diesem immerwährenden Dilemma, von Blutopfern, der Macht die Dinge zum Guten zu wenden und der Ohnmacht dies nicht ohne Opfer schaffen zu können handelt auch die Erzählung, das Rondra letztlich Kor gebiert.

Für mich und mein Rittertum passt das perfekt.

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Eldoryen Gammensliff
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Rondra und Kor als eine Entität

Ungelesener Beitrag von Eldoryen Gammensliff »

DnD-Flüchtling hat geschrieben: 09.02.2024 15:59Das denke ich auch (also von Rondra mal abgesehen; ich nehme mal an, dass das ein Versehen war); Die Info, dass Mithrida, Sokramur und Hazaphar sich opferten, um das Omegatherion zu besiegen, schaffte es irgendwie durch die Zeitalter bis in die Gegenwart und wurde dann zu der Sage von den drei Schwertern, die von den drei stärksten Göttern geführt werden mussten.
Ich meinte hier tatsächlich Rondra. Denn in der HA wird deutlich das "Chalwen erzählt" und sie erzählt oft Mist - den sie dann auch oft genug zugibt. Sie schildert z.B. dass sie vor der Abtrennung von Kor wenig Unterschied zwischen den "Schwertschwestern" Mithrida und Rondra gesehen hatte und sie mitunter verwechselt hat. Das bedeutet das wir hier auf eine maximale Unschärfe zurück geworfen werden. Es kann nämlich sowohl sein, dass alles was Chalwen davor erzählt hat 100% richtig war, oder aber so, dass jedes mal, wenn sie Mithrida sagt, Rondra meint, oder, dritte Variante, jedes mal, wenn sie Mithrida sagt, "die Zwillinge Mithrida und Rondra" meint. Hier sind wir also komplett blind und der Metaplot maximal offen. Und vor diesem Hintergrund habe ich Rondra im Kampf gegen das Omegatherion mitgezählt. Dass Mithrida dabei gewesen sein musste ist hingegen klar denn sie ist dort ja gefallen.
DnD-Flüchtling hat geschrieben: 09.02.2024 15:59Hier ist es schade, dass die Autoren Rondra anscheinend eher weniger interessant fanden und sich deswegen relativ bedeckt gehalten haben, was sie angeht - nachdem Mithrida sich ausklinkt hört man ja erstmal bis zum neunten Zeitalter nichts mehr von ihr, und dann gibt es nur die nebulöse Andeutung von Chalwen, dass Rondra aus den Resten von Mithrida hervorgegangen ist (wenn ich mich hier recht erinnere).
Ich hab da im Gegenteil so ein Gefühl wie bei Shafir in der Drachenchronik. Man hat Rondra bewusst vor dem Metaplot "beschützt", damit sie nicht durch eine einzige Publikation (bei Shafir wäre es eine Kampagne gewesen) blockiert wäre. Da Rondra so beliebt und ein "heißes Eisen" ist hat man hier also eher "Gestaltungsräume" frei gehalten, was ich nicht so schlecht fand. Letztlich war die HA eine Art Nandus-Namenloser-Chronik mit Praios als nervigem beleidigten Strahlemann, der nicht genug Screentime bekommen hat (Zettel aus Sommernachtstraum lässt grüßen).
chizuranjida hat geschrieben: 11.02.2024 16:35Eine Übereinstimmung von Rondra und Zerzal sehe ich zB nicht. Ich habe da die Vorstellung verinnerlicht, dass die Elfen eigentlich "zerza" als philosophisches Konzept meinten, "das Vergehen / die Zerstörung", gar nicht als Person.
Dass Zerzal und Nurti nicht nur "philosophische Prinzipien" sein können, dürfte aber eigentlich schon lange "klar" sein, geben sie doch Karma. Simia ist ja auch so ein Kandidat. Aber grade um die Identität Zerzals wird ja immer noch ein Geheimnis gemacht. Rondra, Kor, Kamaluq, oder doch ne eigene Gottheit - es kann ja quasi tausende Götter gegeben haben. Interessant ist natürlich dass sowohl Rondrianer als auch Elfen in den Kavernen im Donnerbach ein Heiligtum ihrer Göttin vermuten. Das kann aber natürlich wieder alles mögliche bedeuten. Vielleicht ist es auch ein "Heiligtum" für alle Kampfgötter - ein alter Arenaplatz - oder was auch immer. Solange das nicht offiziell "fixiert" wird stehen wir genauso blank da wie bei Mithrida und Rondra. Vielleicht gab es ja unter den "Katzengöttern" auch mal sowas wie bei den Himmelswölfen. Eine Art "Götterkonglomerat" - Löwin, Luchs, Panther, Jaguar - Aphasmayra. Das ist ja das geile an Kreativität und "offenen Stellen". Irgendwann werden sie ge-air-brushed. Und entweder ein Autor macht es gut und cool, oder eben nicht. Das Buch verbennen kann man dann ja immer noch. :P


Rondra zum Geleit! Die Kriegsgötter zum Wettstreit!

P.S. Ich lade mal ein PDF hoch das ich mir damals erstellt hatte. Hier sieht man deutlich dass bei den "Rittern des Kosmos" unklare Lückenhaftigkeit herrscht. Da ja fast jedes Amt auch immer doppelt besetzt war kann also Rondra/Korrondra/Mithrondrakor/Kor überall als Martialarts-Duo verteitigt haben. Bisschen holprig mit der Aufteilung wird es aber grad im 7. und 9. Zeitalter. Da hätte man durchaus besser aufpassen können und mehr Spielräume lassen. Aber ist ja sicher nicht jeder mit der gleichen Nerdrage gesegnte. :wink:
Besetzung-Alverans.pdf
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DnD-Flüchtling
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Rondra und Kor als eine Entität

Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling »

Eldoryen Gammensliff hat geschrieben: 12.02.2024 19:43 Ich meinte hier tatsächlich Rondra. Denn in der HA wird deutlich das "Chalwen erzählt" und sie erzählt oft Mist - den sie dann auch oft genug zugibt. Sie schildert z.B. dass sie vor der Abtrennung von Kor wenig Unterschied zwischen den "Schwertschwestern" Mithrida und Rondra gesehen hatte und sie mitunter verwechselt hat. Das bedeutet das wir hier auf eine maximale Unschärfe zurück geworfen werden.
Jetzt, wo du es sagst... ich hatte irgendwie im Gedächtnis, dass Rondra vor dem 9. ZA im "Chalwen-Text" gar nicht erscheint, weswegen sich bei mir auch die Interpretation festgesetzt hat, dass Rondra ein Restprodukt von Mithrida ist - auch und gerade durch Chalwens Gelaber von der mangelnden Unterscheidbarkeit der beiden. (Und dass Mithrida die Rolle - und damit meine ich nicht nur die der Kriegsgöttin, sondern auch die Funktion im Narrativ - erfüllt, die im 12G-Mythos Rondra innehat, hat das nur verstärkt.)

Aber tatsächlich, nach erneuter Lektüre mit Volltextsuche, taucht sie schon vorher auf - wenn auch relativ spät und dermaßen low-key, dass man es schnell verpassen kann: Sie wird erstmals im 5. ZA in einem einzelnen Satz beim Kampf gegen das Omegatherion erwähnt (hier übrigens neben Mithrida), und dann nochmal bei den wichtigen Göttern im 6. ZA aufgezählt (was jetzt auch naheliegend ist, dass die Löwengöttin in der Ära der Feliden verehrt wird), aber hier auch ohne dass weiter auf sie eingegangen wird.
Das erste Mal, wo aber ausgiebig auf Rondra eingegangen wird und sie auch wirklich als Akteur und nicht bloß als nachrangiger Statist behandelt wird, ist in der Tat das 9. ZA, und hier auch ihre Teilung in Rondra und Kor. (Andererseits wird hier Mithrida immer noch erwähnt als weitere Kriegsgöttin.)
Da Rondra so beliebt und ein "heißes Eisen" ist hat man hier also eher "Gestaltungsräume" frei gehalten, was ich nicht so schlecht fand.
Ich weiß nicht. Wenn man mich fragt: Wenn man schon den (mMn dramaturgisch eher gequält anmutenden) Kunstgriff mit dem "Unsterbliche können durch besondere Grenzerfahrungen zu neuen, anderen Wesen werden" erfunden hat, hätte man es hier auch durchziehen können: Mithrida ist die ersten fünf Zeitalter eine eigenständige Entität und die alleinige Kriegsgöttin, verausgabt sich aber im Kampf gegen das Omegatherion und kommt als Löwengöttin im 6. ZA wieder - das hätte jedenfalls in meinen Augen mehr Sinn gemacht als die Parallelität von Rondra und Mithrida, bei denen sich auch immer wieder die Frage stellt "warum braucht man die eigentlich beide, wenn die eh nicht zu unterscheiden sind?"
Letztlich war die HA eine Art Nandus-Namenloser-Chronik mit Praios als nervigem beleidigten Strahlemann, der nicht genug Screentime bekommen hat (Zettel aus Sommernachtstraum lässt grüßen).
Och, da war schon mehr. viewtopic.php?p=1835957#p1835957
viewtopic.php?f=5&t=49416 (1984-1999: A1-A85, B1-B25)

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Eldoryen Gammensliff
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Ungelesener Beitrag von Eldoryen Gammensliff »

DnD-Flüchtling hat geschrieben: 12.02.2024 21:08Ich weiß nicht. Wenn man mich fragt: Wenn man schon den (mMn dramaturgisch eher gequält anmutenden) Kunstgriff mit dem "Unsterbliche können durch besondere Grenzerfahrungen zu neuen, anderen Wesen werden" erfunden hat, hätte man es hier auch durchziehen können: Mithrida ist die ersten fünf Zeitalter eine eigenständige Entität und die alleinige Kriegsgöttin, verausgabt sich aber im Kampf gegen das Omegatherion und kommt als Löwengöttin im 6. ZA wieder - das hätte jedenfalls in meinen Augen mehr Sinn gemacht als die Parallelität von Rondra und Mithrida, bei denen sich auch immer wieder die Frage stellt "warum braucht man die eigentlich beide, wenn die eh nicht zu unterscheiden sind?"
Das ist ja so ein bisschen das Problem "wenn du X fragst". DSA hat gefühlt doppelt so viele Meinungen wie es Spieler*Innen hat. Oft in dem Maße dass "etwas scheiße ist, aber alles andere was die Redax macht eben auch". Ich meine man muss sich das mal technisch vorstellen wie man es schaffen soll zu jedem Thema, jeder Region, jeder Gottheit, jedem Plot und jeder Figur erst mal ne Umfrage oder einen Expertenrat aus dem Fandom zu aquirieren. Ich bin auch der Meinung ich könnte einen geileren DSA-Hintergrund schreiben und geilere DSA Abenteuer - ich mach es halt nicht. Also hab ich da mal schön die Füße still zu halten und begnüge mich damit "korinthenkackender Hintergrund- und Quellenexperte" zu sein, wie wir alle. :ijw:

Ich lebe gut mit der Einstellung beides hat Vor- und Nachteile und ich lebe mit dem was ich bekomme und mache mein Aventurien zu "dem besten DSA aller Zeiten". :P

Ich fände viele Möglichkeiten interessant. Mithrida = Kor+Rondra. Rondra und Mithrida "wir kämpfen Rücken an Rücken - wie Húrin und Huor in der Nirnaeth Arnoediad Geschwister". Katzengötterkonglomerat (analog zu den Himmelswölfen), etc. Und wenn jetzt jede dieser Varianten 10-20% Geilheit von 100% hat möchte ich nicht der sein der sie auswählen muss.
DnD-Flüchtling hat geschrieben: 12.02.2024 21:08Och, da war schon mehr. DnD-Flüchtling @ Lieblingsgottheiten
Ja klar war da mehr. Es hatten einzelne Götter ihre "Highlights". Aber Der Namenlose bestimmte die Geschicke der Schöpfung von Stunde 0 bis ins 5 Zeitalter. Nandus von 0-6, und danach waren seine "Kinder" Bobbele und Robbele präsent bis heute. Und Praios führt eine beleidigte "on-off- Dramaturgie" von Stunde 0 bis ins 12 Zeitalter. Charypta, Himmelswölfe und co. bleiben dabei Episode. Auch hier wird es unterschiedliche Meinungen geben - aber dann meine ich es halt ausschließlich "numerologisch", was man mir schwer widerlegen wird können. :wink:


Die Ewige Kha zum Geleit!

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