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DSA4 SO 7 - Arme Adelsfamilie

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
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Narktor
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SO 7 - Arme Adelsfamilie

Ungelesener Beitrag von Narktor »

Erwäge meinen SC aus einer armen Adelsfamilie stammen zu lassen.
Wie kann ich mir sowas vorstellen?
Ist der Adel da nur noch im Namen? Wie lebt "armer Adel", auf dem Land/in der Stadt?
Zumal in derselben "Schicht" auch Amts- und Titularadel aufgeführt sind.
Die sind mWn am ehesten vergleichbar mit heutigen Beamten und leben halt "gut bürgerlich", müssen dafuer aber eben ihr Amt bekleiden.
Aber wie lebt denn dann im vergleich "armer Adel"? xD
Wie kommen die noch an Geld, haben die noch Gesinde oder müssen die auch mal selber "normaler Arbeit" nachgehen, und seis nur dass sie ihr Dach selber reparieren o.ä.?

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Rhonda Eilwind
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind »

Ich glaube, das kommt sehr auf die Gegend an. Im Bornland kann ein armer Adeliger im Wortsinne unter der Brücke schlafen.
Auf dem Land hat die Familie vielleicht viele Kinder und ein großes Anwesen in Schuss zu halten, aber nicht mehr wirklich so viel Vermögen (warum auch immer das Lehen nicht mehr so viel abwirft), also muss selbst mit angepackt werden, wenn wo was kaputt geht, Familienerbstücke werden gehegt und gepflegt, weil zB neue Waffen finanziell nicht mehr drin sind, und ein Stadthaus kann die Familie sich gar nicht mehr leisten.

Die Kinder werden dann hoffentlich standesgemäß und reicher verheiratet, oder reicheren Verwandten als Assistenten oö auf's Auge gedrückt oder im Militär, der Verwaltung oder einem Tempel untergebracht, um standesgemäß versorgt zu sein und so weiter und so fort.

Ein armer Adeliger hat vielleicht gute Ausrüstung, aber nicht so viel davon. Er weiß uU dennoch noch genau, welches Wappen was bedeutet und welche Kleidung man bei welchem Anlass trägt - nur leisten kann er sich die nicht . :ijw:
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Horasischer Vagant
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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant »

Das ist von Region zu Region unterschiedlich - woher soll Dein Charakter stammen bzw. an welche Profession hast Du gedacht?
Besuche mit Deinem Helden das viewtopic.php?f=14&t=50787

Andwari
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SO 7 - Arme Adelsfamilie

Ungelesener Beitrag von Andwari »

Es gibt außerdem beim SO7-Heldencharakter noch einige Unterschiede, ob der selbst das fast letzte - und hochrangigste? - Mitglied einer glücklosen Familie ist - oder der ungeliebte Spross einer eigentlich noch bedeutenden Sippe.

Letzteres könnte z.B. der Fall sein, wenn es deutlich ältere Halbgeschwister gibt, ausgerechnet das gemeinsame, bedeutendere Elternteil schon verstorben ist ...
"Adelige Abstammung" heißt allerdings, dass zumindest die Abstammung nicht zweifelhaft, ehrenrührig o.ä. ist - und der Charakter klar als zum Adel gehörig gilt - was z.B. beim Kind eines Edlen (persönlicher, nicht vererbbarer Adel) oder gar einem Bastard schon nicht der Fall wäre. Also gibt es noch eine Menge Luft nach unten - und man kann sich auch eine problematische Adels-Herkunft ohne den 7GP-Vorteil zimmern.

Narktor
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Ungelesener Beitrag von Narktor »

Andwari hat geschrieben: 18.09.2023 11:30 Es gibt außerdem beim SO7-Heldencharakter noch einige Unterschiede, ob der selbst das fast letzte - und hochrangigste? - Mitglied einer glücklosen Familie ist - oder der ungeliebte Spross einer eigentlich noch bedeutenden Sippe.

Letzteres könnte z.B. der Fall sein, wenn es deutlich ältere Halbgeschwister gibt, ausgerechnet das gemeinsame, bedeutendere Elternteil schon verstorben ist ...
"Adelige Abstammung" heißt allerdings, dass zumindest die Abstammung nicht zweifelhaft, ehrenrührig o.ä. ist - und der Charakter klar als zum Adel gehörig gilt - was z.B. beim Kind eines Edlen (persönlicher, nicht vererbbarer Adel) oder gar einem Bastard schon nicht der Fall wäre. Also gibt es noch eine Menge Luft nach unten - und man kann sich auch eine problematische Adels-Herkunft ohne den 7GP-Vorteil zimmern.
Ah stimmt, ja den Vorteil moecht ich nicht kaufen, ich fand ein verarmtes Adelshaus einfach als guten Ausgangspunkt, aber auf regeltechnische Diskussionen hab ich wenig Lust :D
Dann lieber das Kind eines Edlen, da ist dann zwar die Herkunft grundsätzlich adlig, aber es gibt keine Boni mehr die ggf. Kosten bei der Generierung erfordern wuerden ^^

Horasischer Vagant hat geschrieben: 18.09.2023 07:38 Das ist von Region zu Region unterschiedlich - woher soll Dein Charakter stammen bzw. an welche Profession hast Du gedacht?
Bornland, Hexe.

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Horasischer Vagant
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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant »

Narktor hat geschrieben: 18.09.2023 17:56 Bornland, Hexe.
Dann hast Du sozusagen volle Auswahl - von der reichen Bronnjarin bis zur verarmten Brückengräfin ist alles möglich...

Wenn es mehr in Festum oder auch Neersand spielen soll - dann ist eine Kaufherrin auch eine gute Alternative, finde ich!
So mancher Adeliger soll den einen oder anderen Schuldschein bei einer Krämerin oder einem Pfeffersack haben! :wink:
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Narktor
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Ungelesener Beitrag von Narktor »

Horasischer Vagant hat geschrieben: 18.09.2023 18:22
Narktor hat geschrieben: 18.09.2023 17:56 Bornland, Hexe.
Dann hast Du sozusagen volle Auswahl - von der reichen Bronnjarin bis zur verarmten Brückengräfin ist alles möglich...

Wenn es mehr in Festum oder auch Neersand spielen soll - dann ist eine Kaufherrin auch eine gute Alternative, finde ich!
So mancher Adeliger soll den einen oder anderen Schuldschein bei einer Krämerin oder einem Pfeffersack haben! :wink:
Ich schätze mit Brückengraf ist jemand gemeint, der unter der Brücke lebt? xD

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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant »

Er muss nicht unbedingt unter einer Brücke wohnen, aber es ist ein Adliger, der nicht mehr viel mehr hat als Titel, das was er am Leib trägt und ein paar Kleinigkeiten, vielleicht sogar noch ein letztes (wertloses) Familienerbstück - fände ich sehr stimmungsvoll! 😉
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Rhonda Eilwind
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind »

Narktor hat geschrieben: 18.09.2023 18:48 Ich schätze mit Brückengraf ist jemand gemeint, der unter der Brücke lebt? xD
Oder jemand, dessen einzige Einnahme aus seinem Lehen der Brückenzoll (einer bestimmten Brücke) ist. ;)
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Ungelesener Beitrag von Alrik Schwarzleser »

Als Brückenbarone werden im Bornland verarmte Adelige bezeichnet, die quasi nur noch ihr Stimmrecht in der Adelsversammlung (das alle Kinder eines Bronnjaren erben) besitzen und sich häufig von ihren wohlhabenden Standesgenossen, im Austausch gegen ihr Stimmrecht, aushalten lassen.
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Horasischer Vagant hat geschrieben: 18.09.2023 18:53 Er muss nicht unbedingt unter einer Brücke wohnen, aber es ist ein Adliger, der nicht mehr viel mehr hat als Titel, das was er am Leib trägt und ein paar Kleinigkeiten, vielleicht sogar noch ein letztes (wertloses) Familienerbstück - fände ich sehr stimmungsvoll! 😉
Das würde ich genau so sehen.

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Mir stellt sich die Frage - Warum ist die Familie oder deren Zweig verarmt? Und warum hilft ihr kein Lehnsherr auf die Füße? Hat man Lehnsland im Krieg/einer Fehde/Intrige verloren, ist die Bevölkerung des Landstrichs einem Unglück zum Opfer gefallen oder hat man gar sein Lehen heruntergewirtschaftet? Wurde der Zweig einer bessergestellten Familie enterbt? Es gibt sicher weit mehr Varianten. Um den Stand jetzt zu erklären würde ich es für sinnvoll halten sich dazu etwas zu überlegen.
Andere Aristokraten sind nicht unbedingt hilfreich. Vielleicht gibt es darunter welche, die die bloße Armut der Familie zu Recht oder zu Unrecht als deren Schuld darstellen und auf sie herunterblicken. Wenn die Vorfahren beim Lehnsherren in Ungnade gefallen sind, mag das auch Folgen bis in die Gegenwart haben. Oder es bessert sich, wenn der alte Lehnsherr abtritt und seine Nachfolge die Lage anders beurteilt.

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Vetrecs
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Ungelesener Beitrag von Vetrecs »

In der Regel ist ein Adelstitel an ein Lehen (Baron von Münchhausen, etc...) gebunden weshalb bspw. der erstgebohrene Sohn eines Grafen sich max. als Erbgraf bezeichnen dürfte.
Der zweitgeborene Sohn würde aber nur den Titel Baronet führen.
Lange Rede kurzer Sinn. Die niederste Rangstufe beim Adel wäre der unbetitelte Adel. Das könnte ganz einfach das zweite Kind eines Junkers sein.
Da muss dann auch kein Familiendrama dahinter stehen. Das der Zweitgeborene in die Welt aufbricht um sein Glück zu suchen und ein Lehen abzustauben durch Ruhm, Heirat oder ähnlichen klingt doch sehr Aventurisch.

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Dr. Arca
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Der Vorteil Adlige Abstammung bringt genau das, nämlich adlig zu sein. Als viertes/fünftes/etc. Kind kann man nicht allzuviel erwarten, und man zieht aus auf Abenteuer.

OHNE diesen Vorteil ist man nicht verbrieft adlig - wer auf seinen Titel pocht, ohne Verbrieft adlig zu sein / keinen Leumund hat, der den Adelsstand bezeugen kann (also i.d.R. andere Adlige), macht sich der Standesanmaßung schuldig.

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