Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

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Fenia_Winterkalt
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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 06.09.2021 08:20

1. Es gibt keine Längenbegrenzung, momentan ist ja kein SammelPDF konkret geplant.
2. Wenn du es moderieren würdest, wärs außerhalb von OK

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Rhonda Eilwind
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 06.09.2021 09:40

@Fenia_Winterkalt

Hmmh… ich fürchte, ich bin da etwas betriebsblind. :grübeln:

Ich geh noch mal in mich…

Aber Danke erstmal! :)
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Lifthrasil
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 06.09.2021 14:27

Ich habe mal eine neue Melodie für mein Aves-Lied komponiert und belebe es hier wieder, weil's so schön zu Göttergefälligen Liedern passt. Eine Aufnahme kommt später.


Wir Jünger des Aves

Wir folgen stets der Straße, die unter unseren Füßen fließt
In hellem Sonnenscheine und wenn der Regen gießt.
Uns lockt das Unbekannte, das uns in die Ferne zieht,
Wo man an fremdem Himmel nachts neue Sterne sieht.

(:Refrain 1:)
:Wir sind die Jünger des Aves und wir brauchen keinen Thron,
Wir folgen keinen Fürsten, die Straße ist uns're Nation.:



Ich denke unsre Reise begann mit dem ersten Schrei,
Denn kaum das wir geboren, rief Aves uns herbei.
Wir folgen seinem Rufe schon seit dem ersten Schritt
Er will die Welt erforschen und nimmt uns dabei mit!

(:Refrain 2:)
:Wenn wir ein Ziel erreichen so treibt es uns weiter schon.
Wir trotzen viel Gefahren, die ganze Welt ist unser Lohn!:



Ihr Bürger in den Städten im Ernst ihr dauert mich
Nie fühlt ihr wohl den Regen und Wind so frisch wie ich!
Inmitten Menschenmassen fühlt ihr doch Einsamkeit.
Heraus aus euren Gassen, die Welt ist endlos weit!

:Refrain 1:


Du Bauer auf den Feldern wohl kennst Du die Natur
Und doch verläuft Dein Leben in engen Bahnen nur.
Nur ihr, ihr Handwerksburschen kennt wohl des Wanderns Glück
Und doch führt eure Reise in die enge Stadt zurück

:Refrain 2:


Doch ich, ich werde wandern so lang die Füße tragen
Bis sie im hohen Alter schließlich den Dienst versagen
Dann schließe ich die Augen gleich nach dem letzten Schritt
Und Golgari der Rabe nimmt mich auf neue Reisen mit!

:Refrain 1+2:

Wir-Juenger-des-Aves.pdf
Noten
(53.55 KiB) 4-mal heruntergeladen


„Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion ‘Eine Frage des Glaubens’, vom 01.09.2021 bis zum 30.09.2021, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSAForums zum Download angeboten wird.“
Zuletzt geändert von Lifthrasil am 06.09.2021 19:23, insgesamt 3-mal geändert.

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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 06.09.2021 16:23

Und hier ist die Aufnahme dazu.
Wir Juenger des Aves.mp3
(2.86 MiB) 13-mal heruntergeladen

„Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion ‘Eine Frage des Glaubens’, vom 01.09.2021 bis zum 30.09.2021, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSAForums zum Download angeboten wird.“
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Ylara Windmut » 06.09.2021 18:56

Noice! Darf ich mir das stibitzen? Weil du hast den Disclaimber nicht angegeben :'D

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Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 06.09.2021 19:22

Ylara Windmut hat geschrieben:
06.09.2021 18:56
Noice! Darf ich mir das stibitzen? Weil du hast den Disclaimber nicht angegeben :'D
Danke für den Hinweis. Ja, du darfst das gerne verwenden und den Disclaimer habe ich eingefügt.

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Ivar Solgison
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Ivar Solgison » 07.09.2021 00:29

Bruderschwestern!
Es erfreut mein Auge, wenn ich sehe, mit wie viel Inbrunst hier die Zwölf Geschwister gelobt und besungen werden. Zu recht: Bewachen sie nicht den 8192jährigen Flug des Himmelsdiskus? Die Welt ist schön. Oft denke ich zurück an den Wehrtempel von Rur und Gror, an dem als Kind täglich auf dem Weg zur Arbeit in den Erzminen vorbeikam: Zwei strahlend weiße Gebäude, umgeben von einer Mauer, die Dächer mit schwarzen Schindeln gedeckt, recken sich nach oben verjüngend dem Himmel entgegen, während ein Zwillingskirschbaum den Innenhof beschattet. Preiset die Schönheit!
Wehrtempel.jpg
(Hier lediglich zur optischen Auflockerung des Threads gepostet. Wieso Knipsen vor meinem Laminatboden mit der Rückseite meines Weiße und Rote Kamele Spielbretts plötzlich wirkt wie sowas ähnliches wie Produktfotografie weiß höchstens Hesinde. Das Badge hole ich mir vielleicht später mit was passenderem.)
Schließlich bin ich ein Thorwaler. Und wir Thorwaler können alles.

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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Irike » 07.09.2021 17:01

Vorgeschichte zur Erläuterung:

Die Magierin hatte in dem Abenteuer "Die Wandelbare" https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Die_ ... e/Personen ein enorm aufwühlendes Erlebnis.
SpoilerShow
Um das Rätsel zu lösen und in ihre Welt und die Gegenwart zurückkehren zu können, musste sie sich umfassendes Wissen über dei Echsen, deren Leben und deren Glauben aneignen:
Sie fand sich dabei in dem Körper einer Achaz in einer Globule der Vergangenheit wieder. Um ihr Ziel zu erreichen war es vonnöten, dass sie sich als Priesterin der Schlangengöttin ausgab, um sich dann im Laufe der Zeit mehr und mehr in der Hierarchie hoch zu arbeiten. Das war nur durch das Erlangen umfassenden Wissens über die Echsenkultur möglich.
Letztendlich musste sie eine Prüfung bestehen, bei der es um die Neubesetzung eines der sechs Hohepriester-Ämter ging: Dem Amt des Hohepriesters des Aspekts der Zerstörung. Mit Zerstörung kannte sie sich als versierte Kampfmagierin schon ganz gut aus, allerdings nicht aus dem Glaubenskonzept der Echsen heraus.
Schließlich gelang ihr die Ernennung. Als Hohepriesterin konnte sie auf die Entwicklungen derart Einfluss nehmen, dass ihre Gefährten und sie schlussendlich aus der Globule entkommen konnten. Hiernach musste sie erkennen, dass alles nichts weiter gewesen war, als eine Illusion. Dass in der Realität nur wenige Tage vergangen waren, während es sich für sie angefühlt hatte, wie mehrere Monate.

Hier nun eine kleine Geschichte dazu:

Das Gebet

Mit Bedacht entzündete Mirhiban die zweite grüne Kerze an der ersten und steckte sie in die Halterung auf der linken Seite des Altars. Welch allchimistische Leistung es doch war, die Farbe der Kerzen derart zu verändern! Ihr kleiner Tempel konnte wirklich stolz auf die Fähigkeiten Helas sein!

Die junge Geweihte überprüfte das Arrangementes aus silbriggrün glänzender Schlange, den drei Lotusblüten und dem Heiligen Buch der Schlange, ehe sie sich mit zufriedener Miene abwandte, um im übrigen Tempel nach dem Rechten zu sehen.

In diesem Augenblick ruckte ihr Blick zu dem Vorhang, der den Vorraum vom Gebetsraum trennte. Irgendetwas war wichtig, irgendetwas würde gleich geschehen! Das spürte sie einen kurzen Augenblick, bevor die große Frau mit dem verzwiefelten Gesichtsausdruck den Gebetsraum betrat.

Mirhiban zog sich etwas an die Wand zurück, damit die Tempelbesucherin sich in Ruhe an die Allwissende Göttin wenden konnte. Warum nur war der Blick der Gläubigen so verzagt? Was nur war der armen Frau widerfahren?, fragte sie sich, als sie tief in Gedanken über den glatten Schuppenleib der Schlange strich, die sich zischelnd an den Reliefs der Wand entlang schlängelte.

Ihr Blick blieb an der Betenden hängen, als diese sich vor dem Altar nieder kniete. Eine sonderbare Erscheinung war diese Dame. Eine Magierin, keine Frage. Trotz der blauschwarzen, langen Haare und der sonnengebräunten Haut erkannte sie, dass die Frau aus dem Norden kommen musste. Denn die Dame hatte stahlblaue, klare Augen und war beinahe zwei Schritt groß. Derart große Menschen lebten kaum hier in der Gegend.

Den Magierstab hatte sie in der linken gehalten, als sie in den Raum getreten war. Nun lag er neben ihr. Das Schwertgehänge hatte sie ebenfalls abgelegt, da es sie beim Niederknien zu sehr behindert hätte. Eine Magierin mit Schwert? Sollte Mirhiban sich in der Profession der Dame geirrt haben? Aber der Stab, und das Gewand mit den eindeutig arkanen Symbolen…? Ach ja, Beilunk! Es gab da eine Akademie in Beilunk, an der die Schüler der arkanen Künste den Kampf mit dem Schwert erlernten. Gelesen hatte Mirhiban davon, gesehen hatte sie bisher noch keinen der Abgänger dieser Schule. Nun hatte sie wohl eine davon vor sich. Es wäre sicher interessant, einen Disput mit der Dame zu führen! Darüber wie es sich verhielt, zugleich Magierin und Schwertkämpferin zu sein. Und zu welcher Göttin sie wohl mehr betete, zu Rondra oder Hesinde?

Zügle deine Neugier, Kind!, schalt die Geweihte sich, in Gedanken die strenge Stimme ihrer Gnaden Hela imitierend, ihrer Mentorin. Zügle deine Neugier, siehst du denn nicht, dass diese Gläubige nicht den geistigen Disput, sondern vielmehr Beistand braucht?

Weiterhin blieb Mirhiban in dem Gebetsraum, selbst in stiller Andacht an ihre Göttin. Doch dabei ließ sie die verzweifelt blickende Dame nicht aus den Augen.

Und dann gewährte die Göttin ihr eine Vision. Eine Vision der Gedanken. Mirhiban meinte, das Gebet der Frau an die Herrin zu vernehmen! Wie konnte das sein? War das das Wirken Hesindes? Warum…? Wie…? Und wieder: Zügle deine Neugier, höre lieber zu!


Herrin Hesinde,
ich wende mich an dich in einem Moment tiefster Verwirrung und Verunsicherung.

Nie hätte ich geahnt, dass ich jemals so sehr zweifeln könnte! Hätte mir jemand noch vor wenigen Tagen, die mir doch wie Wochen, nein, gar wie viele Monde erschienen, gesagt, dass mein Glaube an dich und deine göttlichen Geschwister einst so infrage gestellt sein könnte, so sehr ins Wanken geraten könnte, ich hätte ihn einen Narren gescholten!

Doch nun knie ich hier vor dir, in deinem heiligen Haus, und flehe dich an um Erleuchtung, um Erkenntnis, um Verstehen.

Wie nur konnte es möglich sein, dass ich meinte, Deine allwissende, göttliche Präsenz zu spüren bei den zahlreichen Ritualen, an denen ich teilnahm, ja, dich ich zum Teil gar leitete? Bei diesen vielen Ritualen und Götzen-, oder Göttinnen-?, Diensten in diesen letzten Monden meiner vor deinem Antlitz so unwürdigen Existenz? In den Monden, die doch nichts weiter waren als eine Illusion. Wenn auch eine so mächtige Illusion?

War diese lange Zeit in der Vergangenheit, diese Illusion, in der ich so viel über die Kultur der Echsen lernte, nicht ein dir gefälliges Phänomen, da sie einst durch derart mächtiger Magie gewoben worden war? Oder wurde ich irrgeleitet und all das war der dämonischen Dunkelheit zu zu schreiben? Dann, oh Weiseste der Götter, dann, so flehe ich zu dir, offenbare mir das Erkennen meines schändlichen Fehltrittes und gewähre mir Vergebung!

Und doch, diese alveranische Macht, die mich bei so mancher dieser Riten, die mir so abstrus, so fremd, erschienen, durchdrang, fühlte sich nicht böse, nicht falsch an. Ich fühlte mich dir nah in diesen Augenblicken, oh Allwissende Herrin. Deine Klarheit war es, die ich zu verspüren meinte. Wie kann das sein? War es deine Kraft, die diese Illusionen erschuf? War es deine Kraft, Weise Herrin? Und dann, warum? Warum lernte ich so viel über die Echsen, deren Lebensweise, deren Wissen, deren Magie und Glaube?

Immer zuvor folgte ich der Lehre, dass alles Echsische garstig und böse sei. Dass die Achaz, die Leviathan und all die anderen Schuppenleibigen, die in die letzten Winkel unseres, nein, Eures, Kontinentes vertrieben werden konnten, um dem wahren Glauben an dich und die anderen der Zwölfgötter zur Ehre zu gereichen, von mindererer, durchtriebender Natur seien. Doch selbst daran zweifle ich nach dem, was mir jüngst wiederfuhr! War dieser Leviathan, den wir erweckten, dieser Nrr-Chzz, nicht von großer Güte? Dieser Nrr-Chzz, der alles andere war als eine Illusion, der allzu echt war in all seiner Größe und Bedrohlichkeit? Wie nur soll ich je begreifen, wie das alles zusammen passt?

Herrin, Mutter der Weisheit, der ich meine Gabe der Magie und meinen sonst so klaren Verstand verdanke, ich flehe dich an: Schenke mir Erleuchtung!

Wie klein, unwissend und verunsichert erscheine ich hier vor dir! Ich, die ich dich von allen Zwölfen nebst deiner streitbaren Schwester stets am meisten verehrte und anbetete. Ich, der Wissen und Gelehrsamkeit stets so viel bedeutete! Wie sehr ist meine Selbstsicherheit, meine Überzeugung durch dieses Ereignis ins Wanken geraten! Warum nur? Wie nur kann ich je wieder das sein, was ich einst war, das glauben, was ich einst glaubte?

Allwissende, ich bete zu dir in tiefster Verzweiflung: Schenke mir Verstehen, schenke mir Erkenntnis!


Mirhiban beobachtete noch immer von ihrem Posten an der Tempelwand aus, wie die Frau nun ihren Stab und das Schwertgehänge ergriff und sich wieder zu ihrer vollen Größe aufrichtete. Das Gesicht sah noch genauso verzweifelt aus wie in dem Moment, in dem sie vorhin durch den Vorhang getreten war. Zweifel und Unwissen und Traurigkeit über diesen Zustand waren es, was die junge Geweihte darin zu lesen vermochte.

Keine Frage, diese Frau brauchte den Beistand einer Geweihten! Wenn auch nur die Hälfte von dem, was sie meinte, vernommen zu haben, stimmte, dann hatte diese Frau auch jeden Grund, verwirrt und verzweifelt zu sein. Mirhiban selbst konnte sich ebensowenig einen Reim aus dem Gebet machen, wie diese Dame. Wenn es denn tatsächlch stimmte, und sie wirklich die Gedanken der Frau an die Allwissende vernommen hatte.

Mit entschlossenen Schritten ging die Geweihte auf die Dame zu.

“Gelehrte Dame, Ihr seht so aus, als würde Euch vielleicht ein Gespräch gut tun?”

Diese stahlblauen Augen richteten einen durchdringenden Blick auf sie, als die Frau sich ihr zu wandte. Ein kalter Schauer lief ihr den Rücken runter. Ihr wurde augenblicklich klar: Diese Augen hatten bereits Dinge gesehen, die kein Sterblicher zu Gesicht bekommen sollte. Diese Augen sahen so viel älter aus als die vielleicht fünfundzwanzig Götterläufe, die die Frau wohl zählen mochte.
Kurz bereute Mirhiban es, diese sonderbare Frau angesprochen zu haben. Doch die Zweifel wurden schnell ausgeräumt, als die Frau sich mit einer überraschend milden Stimme an sie wandte und sich gar zu einem Lächeln zwang: “Ja, Euer Gnaden, da könntet Ihr Recht haben. Doch ich fürchte, ich könnte Euch kaum erklären, was in mir vor geht. Bitte missversteht mich nicht, aber ich kann und darf nicht mit Euch über das sprechen, was mich bewegt.”

Mirhiban schenkte der verzagt dreinblickenden Frau ihr gewinnendes Lächeln als sie erwiderte: “Vielleicht müsst Ihr das auch gar nicht. Vielleicht sorgt die Göttin selbst sich so sehr um Euch, dass ich eine Ahnung davon bekomme, was in Euch vor geht, ohne dass Ihr das Wort an mich richtet.”

“Wollt ihr nicht mit mir nach nebenan kommen, und mit mir zusammen einen Tee trinken?”, fuhr sie fort. “Wir könnten über alles reden, wozu Ihr Lust verspürt. Manchmal hilft schon ein einfacher, unverfänglicher Disput über ganz andere Dinge als die, welche einen an den Rand der Verzweiflung führen. Mögt Ihr mir vielleicht erzählen, wie es sich für eine Dame der Arkanen Künste verhält, das Schwerthandwerk zu erlernen…”

Lächelnd hatte die Geweihte die viel größere Frau sanft am Oberarm gegriffen (sich dabei kurz über die straffen Muskeln unter der Robe gewundert) und sie durch den Vorhang und in den Aufenthaltsraum geführt, in dem immer eine Kanne heißen Tees bereit stand. Travia sei’s gedankt.
---
Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion ‘Eine Frage des Glaubens’, vom 01.09.2021 bis zum 30.09.2021, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSAForums zum Download angeboten wird.
Neugier bringt den Magier um.

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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Carolan » 08.09.2021 21:13

Rhonda Eilwind hat geschrieben:
06.09.2021 00:00
1) Gibt es eine Längenbegrenzung für Texte in der Aktion, und wenn ja, wo läge diese?

2) Wie schaut es mit der "Altersfreigabe" der Texte aus? Wäre FSK 16 (in Bezug auf physische und sonstige Gewalt ohne sexuellen Bezug) mit entsprechender Warnung grundsätzlich ok?
ich glaube nein und ich würde sagen es ist in Ordnung

Edit: @Ivar Solgison hast du das extra für die Aktion gebaut?
"Ihr denkt ich wäre keine Gefahr für euch, weil ich blind bin?"
"Dann seid ihr wohl blinder, als ich es jemals sein könnte"

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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 08.09.2021 21:23

@Carolan

Oh, ich hatte ganz vergessen, hier noch zu posten.

Ergebnis meiner weiterführenden Diskussion war:

1. Es gibt keine Längenbegrenzung, aber ab einem gewissen Umfang passt ein Werk besser in die Download-Sektion, und man kann hier drauf verlinken. :)

Und

2. Grob gesagt: Wenn man es einem Zwölfjährigen nicht zu lesen geben würde, besser nicht. Im Zweifel Testleser um ihre Einschätzung bitten.

Für mich heißt das: Ich arbeite an einem Kompromiss. :)
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Ivar Solgison
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Ungelesener Beitrag von Ivar Solgison » 09.09.2021 00:52

Zikkurat.JPG
"Was? Ihr Warmblüter betet zu euren H'Ranga? Das merken die doch! Wir bauen die Zikkurat, lenkt H'Ranga fein ab von uns Geschuppten. Schön gestuft. Nix verehren, schön zuwachsen lassen von Dschungel!"
Zikkurat2.JPG
Carolan hat geschrieben:
08.09.2021 21:13
@Ivar Solgison hast du das extra für die Aktion gebaut?
Das Modell habe ich von einem lieben DSA-Kollegen bekommen. Das soll die Burg Himeji in Japan darstellen. Da sie bei ihm aber nur zustaubte, hat er sie bei mir gegen das maximal DSA-mäßigste eingetauscht, was man sich nur vorstellen kann: Hartwurst. Ob ich die Burg noch umbaue oder ausschlachte, überlege ich gerade. Eventuell entkernen und einen Würfelturm daraus basteln...
Schließlich bin ich ein Thorwaler. Und wir Thorwaler können alles.

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Ungelesener Beitrag von Avariel » 09.09.2021 11:49

Ode an die Zwölfe

Ein Lied vom Bund des wahren Glaubens (nach der Melodie von Ode an die Freude)
SpoilerShow
Praios, Herr und Fürst der Götter
Hoch am blauen Himmelszelt
Scheinet gülden Deine Sonne
Blickt hernieder auf die Welt
Ihre Strahlen, hell und kräftig
Löschen aus die Dunkelheit
Und in ihrem Licht gedeihen
Wahrheit und Gerechtigkeit

Rondra, Herrin wackʼrer Krieger
Lanze, Streitaxt, Schwert und Speer
Wollʼn wir führen, wenn wir kämpfen
Ruhmreich, mutig, Dir zur Ehrʼ
Herrin Rondra, tapfʼre Leuin
Führʼ die Streiter Du zum Sieg
Die da ziehʼn in Deinem Namen
Widerʼs Böse in den Krieg

Efferd, Gott von Wind und Wetter
Auf dem Fluss und auf dem Meer
Spürt ein jeder Deine Nähe
Preist man Deinen Namen, Herr
Auf dem Meer der sieben Winde
Und auf Ifirns Ozean
Dich ehrʼn alle Fischer, Händler
Die zur See mit Schiffen fahrʼn

Travia, du gütʼge Herrin
Um den Herd versammelt sich
Frommes Volk, das Dir ergeben
Lebet brav und anständig
Wer in Not ist, findet Hilfe
Treue schafft Beständigkeit
Gäste heißt man stets willkommen
So sollʼs sein, in Ewigkeit

Boron, Herr der dunklen Stunden
Herr des Todes und der Nacht
Herr Bishdariels, des Raben
Der uns manchen Traum gebracht
Ach, viel ließʼ sich von dir sagen
Doch wir wollen schweigen still
Hoffend, dass noch fern die Stunde
Da das Ende ist dein Willʼ

Oh Hesinde, weise Herrin
Wer nach Wissen auf der Suchʼ
Findet wohl in Deinen Tempeln
Antworten in einem Buch
Jedes dieser Werke, Göttin
Ist fürwahr ein kleiner Schatz
Denn dort findet Seitʼ an Seite
Alles Wissen seinen Platz

Firun, grimmer Herr des Winters
Wenn die Tage kurz und kalt
Weiß man: Du beherrschst die Lande
Schnee liegt weiß auf Feld und Wald
Auf dem Wald, in dem der Jäger
Nach dem Wild jagt – Waidmanns Heil
Mit deinʼ Segen sollʼs gelingen
Dass er trifft mit Speer und Pfeil

Tsa, Du ewigjunge Herrin
Dich liebt, wer das Leben liebt
Denn Du bist es, heitʼre Göttin
Die das Leben allen gibt
Steter Wandel ist Dein Wesen
Neues jederzeit entsteht
Wo das Alte ist gewichen
Manches kommt, und manches geht

Phex, gewitzter Herr der Händler
Wer sich selbst hilft, dem hilfst Du
Werʼs versteht, geschickt zu feilschen
Der kann werden reich im Nu
Wer beim Spielen mit den Karten
Auf der Hand ein glücklichʼ Blatt
Und wer mit den langen Fingern
Das nimmt, was ein andrer hat

Oh Peraine, Ackergöttin
Deine Gaben, ungezählt
Sprießen aus der fruchtbarʼ Erde
Wachsen auf der Bauern Feld
Wirsing, Rettich, Kohl, Getreide
Füllen unsren hungrigʼ Mund
Und wer kränkelnd liegt darnieder
Wird dank Dir alsbald gesund

Ingerimm, oh Herr des Handwerks
In des Feuers hellem Schein
Wird geschmiedet, und im Bruche
Schlägt der Hammer auf den Stein
Angrosch heißt Du bei den Zwergen
Doch ganz gleich, wie man Dich nennt
Du bist, wo man fleißig werket
Du bist da, woʼs Feuer brennt

Rahja, Herrin, Deine Gaben
Sind uns allen ein Genuss
Seiʼs der Rausch vom guten Weine
Oder seiʼs der Liebsten Kuss
Du begleitest den, der reitet
Auf dem Rücken eines Pferds
Und erfüllest mit der Liebe
Segensreich des Menschen Herz
Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion ‘Eine Frage des Glaubens’, vom 01.09.2021 bis zum 30.09.2021, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSAForums zum Download angeboten wird.

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Ungelesener Beitrag von Sanja » 10.09.2021 15:07

Als alter Waldmenschen Fan hier ein Beitrag aus dem tiefen Süden...

Die Blutopfer der Wuha

Die Wuha sind ein kleiner und unbekannter Stamm der Waldmenschen. Eng verwand mit den Wudu dreht sich auch ihr Glaube um den Gott Visar dem die Wudu blutige Menschopfer bringen.
Die Wuha aber sind zu wenige um aus ihren eigenen Reihen Opfer bringen zu können. Auch fehlt es ihnen an stärke um Kriege führen zu können aus denen sie Kriegsgefangene opfern könnten.
So wandelte sich ihr Kult und heute muss bei den Wuha niemand mehr sein Leben für Visar geben. Anstatt dem Opfer bei lebendigem Leibe das Herz heraus zu reißen und roh zu verzehren wie es die Ahnen der Wuha getan haben, werden die Opfer heute nur auf dem alten Opferstein gefesselt. Der Schamane bringt dann eine seltene Frucht die die Wuha eigens dafür anbauen. In einem langen Ritual wird der Saft der Frucht auf der Brust des Opfers verstrichen, bevor der Schamane das helle Fruchtfleisch verzehrt.
Insbesondere Stammesfremde, die dieses Ritual zum ersten mal erleben, meist in der Position des Opfers, durchleben dabei mitunter ein seelisches Martyrium, da die Wuha die Frucht nur als das Opferherz bezeichnen und das Opfer bis zum Schluss im Unklaren lassen, was nun wirklich passieren wird.
Schamanen.png

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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 10.09.2021 15:16

@Sanja Was für eine coole Spielsituation das abgibt. Und wieder ein tolles Bild! :heart:

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Ungelesener Beitrag von Ivar Solgison » 10.09.2021 18:44

Ave Travia

Nach der Melodie von Franz Schubert:
SpoilerShow
Ave Travia
Voller Teller,
Travia, voller Teller,
Travia, volle Tafel,
Sei gegrüßt, sei gegrüßt
Der Herd ist bei dir
Selig bist du unter den Gänsen,
Und gesegnet
Und gesegnet ist die Gemeinschaft deiner Tafel,
Deiner Tafel, Gastfreundschaft.
Ave Travia.

Edit: „Hiermit stimme ich zu, dass mein Beitrag/meine Beiträge zur Forenaktion ‘Eine Frage des Glaubens’, vom 01.09.2021 bis zum 30.09.2021, in ein Sammel-PDF eingearbeitet und dann im Downloadbereich des DSAForums zum Download angeboten wird.“
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Ungelesener Beitrag von Athrucat » 12.09.2021 10:48

Feenverehrung in Albernia, besonders in der Nähe des Farindelwaldes:

Den zwölfen ein Gräuel ist die Verehrung, die die Feen in Albernia erfahren und manch ein frommer Prediger hat versucht, diese zu unterbinden. Doch ohne Erfolg. Lasset mich darum erzählen, was das Volk glaubt, auf dass ihr gewarnt seid, in diesen halb heidnischen Landen.

Gar zahllos scheinen die verschiedenen Rituale und Gebete, mit denen man die Anderweltlichen zu beschwichtigen oder ihre Gunst zu erwerben sucht, denn bald jedes Dorf hat seine eigene Art dies zu tun. Sie kennen keine großen Tempel, ja nicht einmal wirklich Priester, nur die Tradition gibt ihnen vor, was zu tun und zu lassen ist. Die wenigen Schreine die den Feen gebaut werden, sind von ganz eigener Natur. Wo den Zwölfen ein Schrein in der Stadt oder dem Dorf gebaut wird, so stehen die der Feen an Orten der Grenze und des Übergangs. An der Kreuzung zweier Wildwechsel, an einer Stelle, die nur zum Sonnenuntergang mit dem Licht beschienen wird, das von einem Teich widerspiegelt, unter zwei Bäumen, die wie Torbogen zusammen gewachsen sind, in der Mitte von sieben konzentrischen Hexenringen aus sieben verschiedenen Pilzarten, und dergleichen wundersame Orte mehr. Auch der Schrein selbst unterscheidet sich stark von dem, was wir normalerweise darunter verstehen. Oft ist es nicht mehr als ein offen stehender Altar, gemacht aus einem alten (manchmal gar noch dort verwurzeltem) Baum, dessen Oberseite zu einer kleinen Opferschale gemacht wurde. Oder aus lebendig geflochtenen Ruten, die eine solche Schale halten. In seltenen Fällen hat man auch ein geschnitztes Abbild einer Holden, oder auch nur von Blütenjungfer und Levischje. An diesen Orten lassen Menschen Gaben an die Feen zurück und erbitten Hilfe oder Gnade. Mir wurde versichert, dass die Opfergaben meist am nächsten Tag verschwunden sind, doch meine Andeutungen, dass sich nicht die Feen, sondern die Schrate die diese Wälder ihr eigen nennen oder gar andere Dörfler gewesen sein könnten stießen auf heftige Ablehnung. Geopfert wird allerlei, von süßem Naschwerk und honigsüßer Milch, zu geflochtenen Blumenkränzen in allen Größen und derlei anderen sonst als tsagefällig gesehenen Gaben. Opferungen von Tieren oder gar Menschen kommen, soweit ich feststellen konnte, nicht vor. Und wenn doch, dann ist dieses Geheimnis außerordentlich gut gehütet.

Weit verbreiteter als diese Schreine ist allerdings gemeiner Volksglaube und abergläubische Gewohnheit. So werden Runen und Wünschelrute befragt, bevor man eine neue Straße oder baut, sodass sie nicht einen Feenpfad kreuze, oder das Haus auf einem Feenhügel steht. An den tag und nachtgleichen und den Sonnenwenden werden oft allerlei heidnische Feste veranstaltet, die den Jahreswechsel sowie die schützende Hand der Feen feiern sollten. Zu solchen Anlässen gibt es allerlei Bräuche, so verkleideten sich in einem Dorf die jungen Burschen zur Frühlings tag und nachtgleichen als gehörnte Levischje und umtanzten das Dorf, überall Wein und Zuckerbrot verteilend, um ein Jahr voller Freude einzuläuten. Anderswo werden mittwinters immergrüne Bäume im Wald geschmückt und große Feuer entzündet, an denen man sich wärmt und tanzt. Angeblich kommen manchmal gar Feen selbst zu solchen Festen, doch derlei konnte ich nicht bestätigen.
Neben den oft rauschenden Festen und der Vorsicht beim Bauen neuer Gebäude gibt es noch tausenderlei anderen Aberglauben, und alle zu nennen wäre ein Ding der Unmöglichkeit. Doch ich werde versuchen, noch ein paar weit verbreitete Fälle zu nennen.
Gebe niemals einer Fee deinen Namen, danke ihr niemals, und sage nie, dass du ihnen etwas schuldest. Schlage jede Einladung zum Tanz mit einer Fee aus und besuche nie ihre Welten, aber hüte dich auch, unhöflich zu ihnen zu sein. Übersteige beim Bau des Hauses nie eine halbfertige Mauer, denn das erschafft einen Eingang für sie, durch den sie kommen und dir Streiche spielen können. Kennst du den Namen einer Fee, kannst du von ihr drei mal drei Gefallen erwünschen, doch verärgerst du sie dabei zu sehr, wird sich jeder Wunsch auf eine Art erfüllen, die dir nicht zum Wohle gereicht. Wenn dir ein Feenwesen unbemerkt im Hause hilft, dann danke ihm nicht, das wird es vergraulen, sondern stelle nur ohne Worte ein wenig Brot und Milch beiseite. Generell gilt es als Weise, den Feen den Kanten des Brotes, den letzten Schluck Milch und dergleichen zu lassen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Verehrung der Feen so vielgestaltig und wandelbar ist wie das von Tsa erschaffene Volk selbst. Viele Riten und Bräuche muten zwar bizarr an, doch sind sie letzten Endes harmloser Aberglaube. Daher ist es meine Ansicht, dass es nicht notwendig ist, mit Härte gegen selbe vorzugehen, sondern dass man auf die langsame Überzeugung durch friedliche Missionierung setzen sollte.


*Bericht des Hesindegeweihten Praiodan Mehlteuer*


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Ungelesener Beitrag von Carolan » 12.09.2021 19:00

Ivar Solgison hat geschrieben:
09.09.2021 00:52
Das Modell habe ich von einem lieben DSA-Kollegen bekommen. Das soll die Burg Himeji in Japan darstellen. Da sie bei ihm aber nur zustaubte, hat er sie bei mir gegen das maximal DSA-mäßigste eingetauscht, was man sich nur vorstellen kann: Hartwurst. Ob ich die Burg noch umbaue oder ausschlachte, überlege ich gerade. Eventuell entkernen und einen Würfelturm daraus basteln...
Lieber nicht. Es sieht so schön aus
"Ihr denkt ich wäre keine Gefahr für euch, weil ich blind bin?"
"Dann seid ihr wohl blinder, als ich es jemals sein könnte"

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Ungelesener Beitrag von Ivar Solgison » 14.09.2021 03:07

Carolan hat geschrieben:
12.09.2021 19:00
Lieber nicht. Es sieht so schön aus
Wir haben ja das schöne Foto hier, falls ichs mal im Wahn auseinanderbaue. Ist übrigens modular (2x2x2 Teile, preiset die Schönheit!), kann ich bei Bedarf nochmal ablichten.



Back to topic:
Neueinsteiger und Mitgeschleppte werden beim Schwarzen Auge mit mehr Information zugeballert, als gesund sein kann. Das Talentsystem, die grundsätzlichen Kampfregeln und eventuell das ganze Magiegedöns sind schon echt viel Zeugs. Dann soll man aber auch noch die Derographie (?) beherrschen, je nach Gruppe im Fäntelsprech kommunizieren nebenbei seine Rolle spielen. Und dies alles krönt die Aussicht, noch mindestens einen ganzen Pantheon samt Namen und Aspekte der ganzen Götter am Start haben zu sollen, ja sogar fast jeder NPC soll mit "Für dich zuständige Göttin zum Gruße" angesprochen werden. Rutscht einem dann ingame ein "Oh, Gott" oder "Jesus Christus" heraus, blitzen einen die erfahrenen Mitspieler mit mildem Zorn über den Süßigkeitenberg in der Tischmitte hinweg an. Deswegen habe ich ein super unvollständiges Cheat Sheet entwickelt, mit dem Casual Spieler und Neulinge die richtige Entität als Adressaten für ihr Stoßgebet finden können. Beschränkt habe ich mich dabei auf die Zwölfgötter, wir wollen die Sache nicht übertreiben.
ZuWemBeten.png

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Schließlich bin ich ein Thorwaler. Und wir Thorwaler können alles.

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Ungelesener Beitrag von Viktoriusiii » 14.09.2021 14:28

@Ivar Solgison
also ich find das Diagramm ja klasse! Aber son paar Sachen würde ich noch überarbeiten.

Dürre ist recht Eindeutig Efferd, während Pestilenz (Plagen Heuschrecken etc) eher Peraine ist.

Und Hesinde und Tsa würde ich eher als moralisches Dilemma abtun. Tsa bei unnötiger Gewalt und Konflikt und Hesinde bei Wissensdurst nach verbotenem Wissen.

AAAAber ich schätze, dann wärs nich mehr ganz so lustig ^^
Aber als Namenlos-Hesindegläubiger Pazifist fühle ich mich da natürlich schon angegriffen xD


Firun... ja... ich mein... was soll man groß sagen xD

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Ungelesener Beitrag von Irike » 14.09.2021 17:34

Ich habe noch was.

Ein Lobgesang an Phex auf die Melodie von... öhm... selbsterklärend. :wink:

Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und rein;
die Stadt steht schwarz und schweiget,
und in die Häuser steiget
die Phexenskinder leise ein.

Wie ist die Welt so stille
und in der Dämmrung Hülle
so trefflich und so g’schwind,
in mancher stillen Kammer,
zum Eigner großem Jammer
der Dieb wohl seine Beute nimmt.

Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil eure Augen sie nie sehn.

Wir stolze Schattenkinder,
wir Glück des Lebens Finder
preisen Gunst, List und Glück
Ehren wir Herr der Nacht, dich
der nächtens um Häuser strich.
geb’n was wir nahmen nie zurück!

Phex, laß dein’ Gunst uns schauen,
stets auf uns selbst vertrauen,
denn wer sich helfet selbst
deiner Gnade sicher ist
da du doch liebst uns’re List!
Du uns in deinen Schutze stellst.

_____________________
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Ungelesener Beitrag von Ylara Windmut » 15.09.2021 04:33

Gott weiß, ich will kein Engel sein... :6F:

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Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 15.09.2021 09:23

@Ivar Solgison schönes Cheat Sheet! :ijw: Aber was tue ich, wenn ich um einen Segen für eine Mietwohnung bitte? Ist das Travia oder Phex? Oder gar Tsa, weil die Bewohner ständig wechseln? Oder Praios, weil Verträge die Grundlage einer Mietsache sind?

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Ungelesener Beitrag von Irike » 16.09.2021 08:24

Mir ist spontan noch was eingefallen.
Da musste gar nicht soooo viel verändert werden. :lol:

Mal gucken, ob mir zu den restlichen 10 Göttern auch noch nette Lieder einfallen. :wink:

Dieser Choral wird anlässlich des Rosenfestes am 1. RAH gesungen, ehe man sich die ganze Stadt in den Lusttaumel rahjagefälligen Gelages stürzt:


Ode an Rahja

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elisium,
Wir betreten feuertrunken
Himmlische, dein Heiligthum.

Deine göttlich Macht die bindet,
was der Hand Moral getheilt;
Alle Menschen werden Brüder,
wo dein sanfter Flügel weilt.

Seid umschlungen Millionen!
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Brüder – überm Sternenzelt
muß ein’ holde Göttin wohnen!

Wem der große Wurf gelungen,
eines Freundes Freund zu seyn;
wer ein holdes Weib errungen,
mische seinen Jubel ein!

Ja – wer auch nur eine Seele
sein nennt auf dem Dererund!
Und wer’s nie gekonnt, der stehle
weinend sich aus diesem Bund!

Was den großen Ring bewohnet
huldige der Sympathie!
Zu den Sternen leitet sie,
Wo die Schöne Göttin tronet.

Freude trinken alle Wesen
an den Brüsten der Natur,
Alle Guten, alle Bösen
folgen ihrer Rosenspur.

Küße gab sie uns und Reben,
und die Rösser, treu und stolz.
Wollust ward uns all gegeben,
Und das edl’e Rosenholz.

_____________________
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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Scriptor » 17.09.2021 13:22

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Bernhelm von Gareth, Geweihter der Rondra
"Verstehe doch. Wir konnten nicht anders. Sie glauben an einen Götzen, den sie Rastullah nennen. Sie zelebrieren seltsame Regeln welche sie sich in ihrem Wahn selbst erdacht haben, aufgeschrieben und anschließend als Gebote ausleben. Die Göttin erwartet von uns diesem frevlerischen Treiben ein Ende zu bereiten. Und es ist uns eine Ehre diese Aufgabe zu erfüllen. Der Kampf im Namen der Siegschenkerin war ehrenvoll und siegreich. Nur drei von uns sind ehrenvoll gestorben. Die Göttin wird sie an ihrer Seite aufnehmen. Aber der Feind ist geschlagen. Eine weitere Wurzel ihres Glaubens abgeschnitten. Das ist jeden Einsatz wert. Verstehst du das wirklich nicht?"

Andariel Eulenflug, Wildnisläuferin
"....nein...."

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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von StipenTreublatt » 17.09.2021 15:05

Elaria Bosvani hat geschrieben: Oh Tsa, jüngste aller Göttinnen - zumindest sagt man das so, ich kann das natürlich nicht überprüfen - ich hoffe, du bist mir nicht böse, dass ich diesen Elfenvampir ein wenig gepiekst habe? Ich war mir auch wirklich fast absolut sicher, dass es ein Elfenvampir war, und es war wirklich nur ein ganz kleiner Stich... ja, der Dolch war aus Silber - oder war es Mondsilber? Eins von beidem; jedenfalls das, was ihnen nicht so gut bekommt... und ja, er hat sich danach irgendwie aufgelöst - wobei ich jetzt nicht weiß, was das bedeutet? Ist er einfach abgehauen, so zauberelfenmäßig, oder hat er sich in Staub aufgelöst? Es war Nacht, deswegen habe ich das nicht so wirklich gesehen, und die anderen wollten schnell weiter... also, jedenfalls, ich denke schon, dass das gerechtfertigt war, schließlich war er gerade drauf und dran, an meiner Elfenfreundin zu lutschen (und zwar nicht auf die angenehme Weise). Zudem bist du doch die Göttin der Lebenden, ja? Und gelten Vampire nicht als tot? Dann dürfte das ja eher Boron stören, den alten Griesgram. Oh, nein, stimmt, die sind ja untot, weil Tote laufen nicht in der Gegend herum. Und ihr Götter mögt Untote ja alle nicht, richtig? Dann ist ja doch alles in Ordnung. Hoffe ich.

Und falls nicht, male ich zuhause einen Teppich bunt an und adoptiere ein kleines Kind. Abgemacht?
-- Forschungsreisende Elaria Bosvani, mehr oder weniger stilles Gebet in den Salamandersteinen
(auch wenn sie nicht direkt zu ihm betet, lebt Elaria auch mehr oder weniger phexgefällig, daher der Versuch, mit Tsa zu handeln)

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Aufgeben ist was für Schwächlinge.--Melek ibn Cherek, Richter der neun Streiche

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Ungelesener Beitrag von Aljoscha » 18.09.2021 09:20

Ich teile mit euch gerne meine göttlichen Artefakte. :ijw:
Die Digitalen habe ich für meine Abenteuer verwendet.
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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 18.09.2021 09:29

Bilder! :cheer:

Aber da sagst du was, da könnte ich auch eines beitragen. Mein Charakter hat gerade in einem kleinen Traviatempel in Albernia ein Holzamulett erstanden das man sich dort, gegen Spende, mitnehmen konnte. Das wird ein Geschenk an ein Gruppenmitglied...

Traviaamulette.png

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Ungelesener Beitrag von Aljoscha » 18.09.2021 09:33

Oh wie schön Fenia, da wird sich dein Gruppenmitglied darüber freuen! :6F: :6F:

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 19.09.2021 18:35

Du weißt ja aus Erfahrung das wir super streng sind, und uns nicht mit löschen und bannen begnügen sondern auch vor Pranger, Folter und Enthauptungen nicht halt machen um die genaue Vorgabe unserer Aktionen durchzusetzen.
Das deutet irgendwie auf einen bestimmten Gott hin. :grübeln:

Da mir Praios aber nicht liegt, :ijw: habe ich was anderes geschrieben damit von mir wenigstens auch irgendwas kommt:

Zwei Liturgien des Gottes ohne Namen:

Zwischen den Jahren
Diese Liturgie des Namenlosen verwehrt einer Schwangeren Tsas Gnade der Geburt. Das ungeborene Kind verbleibt in ihrem Leib, bis sie daran stirbt, oder bis es mit Gewalt aus ihr herausgenommen wird. Dienerinnen des Namenlosen bringen auf diese Weise, per Kaiserschnitt (in der Regel mit nachfolgender magischer Heilung), ihre Kinder während der Tage des Namenlosen auf die Welt. Die Liturgie sorgt dafür, dass das Kind nicht vorzeitig oder zu spät auf die Welt kommt. Männliche Kultisten zelebrieren das Entnehmen des Kindes oft zugleich als Menschenopfer der Kindsmutter.

Rattenpilze sprießen
Eine Liturgie der Diener des Namenlosen erlaubt es ihnen, Rattenpilze, Pupurmohn oder Bittersüßen Nachtschatten wachsen zu lassen. Dafür werden vermutlich Samen bzw. Sporen als Materialkomponente benötigt.

Und ein religiöser NSC:

Achmed ben Shanatir

*1008 BF
Haarfarbe schwarz
Augenfarbe dunkelbraun
Größe: 1,76

Achmed ist ein Sohn des langjährigen Ersten Mawdlis des Kalifats, Shanatir Sheranbil ibn Amullah. Als er geboren wurde, inmitten der Wirren des Khômkriegs, war allerdings an solche Würden kaum zu denken, und seine Mutter war auf der Flucht vor den Al'Anfanern. Sie brachte den Jungen allein zur Welt, in einer Ruine am Rande der Berge von Unau, dankte dem All-Einen und gab ihrem Sohn den Namen Achmed ("der Rächer"), denn es war der Tag der Rache, der 3. Rastullahellah, und sie glaubte ihren Mann und ihre Familie erschlagen. Nach der Zählung des Mittelreichs war es der erste der Tage des Namenlosen.
Schon als Jüngling schloss Achmed sich den Streitern im Emirat Amhallassih an, die in zähen Kämpfen die Reconquistadores abwehrten. Als dort Frieden geschlossen und 1033 BF durch die Heirat zwischen Prinzessin Tulameth und Kaiser Selindian Hal besiegelt worden war kehrte Achmed nach Unau zurück, wo er heute Lehrmeister im Kampf mit dem Säbel für die jüngeren Söhne des Kalifen ist. Dank seines Vaters kennt er alle wichtigen Leute bei Hofe, und sein Wort hat selbst in religiösen Dingen Gewicht, auch wenn er selbst nicht die Rechte studiert hat wie einige seiner Brüder.
Dem Meister im ein- und beidhändigen Kampf fehlt die linke Ohrmuschel – nach seiner Aussage eine Kriegsverletzung. Tatsächlich hat er sich im Amhallassih einem geheimen Zirkel von Auserwählten angeschlossen, die den All-Einen auf besondere Weise verehrten und tiefe Geheimnisse kannten, opferte sein Ohr auf einem alten Altar und erhielt dadurch Zugriff auf einen kleinen Teil der Macht des wiedererwachenden Schöpfers, den die niederen Götter verraten haben. So sieht er das zumindest. Tatsächlich ist er ein Geweihter des Gottes ohne Namen.
Seit sein Vater 1035 verstarb, bekennt sich Achmed offen zur Schule von Keft, die die Anbetung der Zwölfgötter und den Kontakt zu deren Gläubigen (außer, um sie auszurauben oder zu erschlagen) ablehnt. Ohne besonders aufdringlich zu wirken und Streit zu stiften versucht er, auch die Kinder des Kalifen in diese Richtung hin zu beeinflussen. Gleichzeitig glaubt er insgeheim, dass er selbst ein besserer Kalif wäre, und dass es an der Zeit sei, dieses Amt wieder durch einen gewählten Mann zu besetzen, wobei sich selbstverständlich der Fähigste und vom Einen Gesegnetste durchsetzen würde. Außerdem fand er schon seit Kindertagen, als sie sich verbotenerweise in den Palastgärten begegnet sind, Prinzessin Tulameth stehe ihm als Ehefrau zu.
Bisher hat er zwei Ehefrauen: die blonde, grünäugige Eslamidia Maldonada Degenhardt, eine Aramya mit sehr langer Familientradition des Eingottglaubens, die seine Vorstellungen teilt, sowie die junge, in religiösen Dingen nicht gebildete Dscheride Jamalsuni vom Stamm der Beni Schebt, eine entfernte Verwandte Marashas, der verstoßenen ersten Frau des Kalifen.

Was niemand weiß (Av-Bote 153):
SpoilerShow
Achmeds Vater ist 1035 BF nicht friedlich entschlafen, sondern wurde von Ghadim, einer Frau des Kalifen, vergiftet; angestiftet von Marasha.


Verwendung im Abenteuer: Helden, die in Almada Dienern des Namenlosen auf die Schliche kommen, könnten über Eslamidias Familie eine Verbindung zum Kalifenhof herstellen. Dort werden sie es sehr schwierig finden, irgendjemanden davon zu überzeugen, dass es ein Problem sei, wenn jemand einen einzigen wahren Gott anbetet, dem die Zwölfe übel mitgespielt haben und der sich bald wieder erheben soll.

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"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

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Forenaktion: Eine Frage des Glaubens

Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 20.09.2021 11:45

So - nachdem ich nochmal in mich gegangen bin, hier mein (erster) Beitrag, der einen Auszug aus einem etwas längeren, aber leider unvollendeten Schlachtengemälde darstellt.

Meine Gedanken, die zur Auswahl gerade dieses Auszugs führten, waren:

1) Auch Helden - sogar prädestiniert dramatische Helden wie Rondrianer(TM) - fangen irgendwann mal klein an.
2) Auch Rondrianer, sogar Ordensmitglieder, haben ja eine Art Alltagsleben. Also, Tage, an denen sich die Heldentaten in Grenzen halten. So einer ist hier beschrieben. Daher auch die Überschrift.

Weitere Anmerkungen sind dem angehängten Text vorangestellt.

Also - Vorhang auf. :)

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Edit: Gerade eben gemerkt, dass im pdf der letzte Satz fehlt. Nicht, dass der extrem wichtig wäre, aber ich habe ihn um 12:52 ergänzt.
Dateianhänge
Orkensturm_Ard.pdf
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... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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