DSA5 Publikationsstrategie von Ulisses

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
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Wolfio
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 21.07.2021 12:09

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
21.07.2021 12:02
Ich hatte damals zwar meinen Spaß mit der Zahlenknobelei, aber Einsteigerfreundlichkeit sieht anders aus als ein System, bei dem man alleine mehrere Stunden braucht, um einen Charakter zu basteln.
Ähm... Nö. Einsteigerfreundlich als WdH geht echt schwer.
Bin damals von Midgard rübergewechselt zu 4.1 und hatte deutlich weniger Probleme beim Erstellen, als bei Midgard. Einfach, weil man einfach WdH von vorne nach hinten durchblättert. Das schwierigste war, die Vor- und Nachteile im Überblick zu behalten, wenn sie automatisch vergeben wurden und man so kurz blättern musste.

Mein 1. Held war dabei ein Magiebegabter Alchemist aus Festum, also inkl. Magie und Zauber.


Und ja, ich hab schon deutlich andere Systeme gespielt und ich fand da sowas wie "Savage World" deutlich unangenehmer zum Erstellen. Ich erstelle auch mit Neulingen regelmäßig Charaktere, auch mit Neulingen beim 1. Mal Rollenspiel insgesamt. "Probleme" hatte da bisher kaum jemand.

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Fenia_Winterkalt
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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 21.07.2021 12:09

Nachricht der Moderation

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Ungelesener Beitrag von StipenTreublatt » 21.07.2021 16:20

Nachricht der Moderation

Wieder geöffnet.

Anderen Diskussionsteilnehmern eine bestimmte, negativ konnotierte Motivation zu unterstellen, ist nicht nur schlechter Stil, sondern hat auch in diesem Fall zur Eskalation und zur temporären Sperre des threads geführt.

Daher als Faustregel: Wenn es emotional wird, einfach mal den anderen per PN ansprechen, oder die "Ignorieren"-Funktion nutzen.
Aufgeben ist was für Schwächlinge.--Melek ibn Cherek, Richter der neun Streiche

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Ungelesener Beitrag von Harteschale » 21.07.2021 16:28

Nachdem die Frage zu DSA 4.5 aufkam:

Ein Nutzer setzte sich bei Ulisses dafür ein, meine entweder meine Hausregeln oder aber irgendeinen Teil der Arbeit als Vorlage für ein DSA 4.5 (so habe ich ihn verstanden) bei Ulisses unterzubringen, egal wie.
Obwohl ich mit privaten Mitteln 4stellige Eurobeträge für meine Hausregeln (plus zehntausende Stunden Zeit) reingesteckt hab, war ich bereit zu sagen dass ich sowohl meine Hausreglen offiziell bei Ulisses einstellen würde ohne Geld zu verdienen und dass sie das eingenommene Geld behalten können oder aber sollte es eine DSA 4.5 Initiative geben, ich da mitwirken würde (auch unentgeltlich).

Die Antwort habe ich sinngemäß im Kopf als "rechtlich nicht sicher und wir wollen keinen Präzedenzfall schaffen für die zu erwartenden Einnahmen".
Harteschales Hausregeln 2020 - frei fair funktional! Neu 2021: Aufgewertetes, erweiteres Paket Vorgefertigte Charaktere zum direkten Losspielen

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Ungelesener Beitrag von Numinoru » 21.07.2021 16:42

Wolfio hat geschrieben: Und ja, ich hab schon deutlich andere Systeme gespielt und ich fand da sowas wie "Savage World" deutlich unangenehmer zum Erstellen. Ich erstelle auch mit Neulingen regelmäßig Charaktere, auch mit Neulingen beim 1. Mal Rollenspiel insgesamt. "Probleme" hatte da bisher kaum jemand.
Mit mindestens einem erfahrenen Spieler in der Runde ist das sicher auch leichter. Einmalige Knobeleien beim Erstellen find ich auch gar nicht sooo das Problem.
Wenn ich aber als (auch noch so systemerfahrener) SL mit Anfängern (oder regelfaulen Spielern) leite, bin ich schon immer froh, meine kognitiven Ressourcen eher in atmosphärische Beschreibungen und plausible Ereignisse/Reaktionen stecken zu können als in einen regelgemäß ablaufenden Wundenheilmarathon oder die Neuberechnung von sämtlichen Werten, weil der Held seinen Helm absetzt, oder weil ich ihm blöderweise wegen akutem Durchfall KK-1 gegeben habe. Mal ganz allgemein gesprochen.
Aber das kam auch erst über die Jahre. Vielleicht werd ich alt. 😬
Zuletzt geändert von StipenTreublatt am 22.07.2021 19:42, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitaturheber korrigiert

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 21.07.2021 17:06

Numinoru hat geschrieben:
21.07.2021 16:42
Mit mindestens einem erfahrenen Spieler in der Runde ist das sicher auch leichter. Einmalige Knobeleien beim Erstellen find ich auch gar nicht sooo das Problem.
Ich hab auch meinen 1. Char alleine erstellt. Und das ohne "erfahrenen Spieler". Und ich würde mich nach Midgard-Zeiten nicht als "erfahrenen Spieler" beschreiben. Aber man kann halt schlicht das WdH durchgehen und braucht eigentlich nichts anderes für die Erstellung. Fürs Spielen selbst braucht man dann noch paar Extra-Dinge, aber auch das ist überschaubar.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 21.07.2021 17:09

Äh nur mit dem WdH habe keine Ahnung, was die Zauber und Liturgien bringen. Und ohne das kann ich auch nichts auswählen.
75% Method Actor, 71% Storyteller, ..., 17% Power Gamer

Ja ich betreibe "Blümchen"-Rollenspiel und ich steh dazu.

Bin ich froh DSA5 zu spielen. Nicht mehr alle Kämpfer waren in der Fasarer Arena!

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 21.07.2021 17:14

Assaltaro hat geschrieben:
21.07.2021 17:09
Äh nur mit dem WdH habe keine Ahnung, was die Zauber und Liturgien bringen. Und ohne das kann ich auch nichts auswählen.
Bei Liturgien stimme ich dir zu. Bei den Zaubern...

"Ignifaxius Flammenstrahl"
"Geisterbann"
"Dunkelheit"
"Zauberklinge Geisterspeer"

"Speisesegen"
"Heilungssegen"
"Feuersegen"


sind schon Namen, die jetzt nicht wirklich hinter dem Berg halten. Wenn ich als kompletter Neuling aber wirklich gleich mit Magier oder Geweihtem starten möchte, dann brauch ich noch Liber 1+2. Aber alles andere lernt man absolut problemfrei beim Spielen. Aber die beiden brauchst du halt wirklich nur, wenn man als Neuling direkt Zauberer oder Geweihte spielen will.

Theoretisch noch WdZ, aber auch das nur bedingt. WdH gibt ja durchaus ne Kurzbeschreibung und für den Rest: "Ich bin Neuling" und kaum ein SL sagt "F*** off, Noob. L2P".

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Ungelesener Beitrag von Xerberous » 21.07.2021 18:26

Aryador hat geschrieben:
21.07.2021 12:02
Magst du das ausführen?
Vornweg, mir ist absolut bewusst, dass ich hier mit hochgradig subjektiven Argumenten arbeite, schlicht weil sich hier die Dinge nicht objektivieren lassen.

DSA4(.1) bot ein quasi durchgängiges Regelwerk - vom Bauernjungen mit dem Knüppel bis Albrax Sohn des Agam, vom Eleven bis Rohezal vom Amboss funktioniert alles nach dem selben Regeln. Das ganze Magieregelwerk atmet des Geist des Physikers Thomas Römer und baut ein phantastisches Gefühl dafür auf, wieso die Magie so funktioniert, wie sie funktioniert. Dazu eine faszinierende Kosmologie, die Logik und Mysterium gekonnt verbindet. Kurz: Im "magischen Dreieck" aus Gamismus, Narrativismus und Simulationismus hatte DSA4 - meinen - Sweet Spot getroffen. DSA5 verschiebt das Gleichgewicht hingegen brutal Richtung Gamismus. Manchen gefällt das. Mir nicht.

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 21.07.2021 18:34

Wolfio hat geschrieben:
21.07.2021 12:09
Ähm... Nö. Einsteigerfreundlich als WdH geht echt schwer.
Bin damals von Midgard rübergewechselt zu 4.1 und hatte deutlich weniger Probleme beim Erstellen, als bei Midgard. Einfach, weil man einfach WdH von vorne nach hinten durchblättert. Das schwierigste war, die Vor- und Nachteile im Überblick zu behalten, wenn sie automatisch vergeben wurden und man so kurz blättern musste.

Mein 1. Held war dabei ein Magiebegabter Alchemist aus Festum, also inkl. Magie und Zauber.

Und ja, ich hab schon deutlich andere Systeme gespielt und ich fand da sowas wie "Savage World" deutlich unangenehmer zum Erstellen. Ich erstelle auch mit Neulingen regelmäßig Charaktere, auch mit Neulingen beim 1. Mal Rollenspiel insgesamt. "Probleme" hatte da bisher kaum jemand.
Das würde ich ganz massiv bestreiten - ich habe jetzt zwar kein Midgard gespielt, aber alle anderen Systeme, die ich kenne (alle anderen DSA-Editionen, White Wolf, DnD 1-3), waren schneller und zugänglicher als DSA 4. Die Einstiegshürde dieses Systems ist ja nicht nur die Komplexität der Regeln, sondern auch die schiere Zeit, die man reinstecken muss, ehe man überhaupt anfangen kann.
Und abgesehen davon: Komplexität ist ja nicht nur, wenn etwas schwer zu erfassen ist, sondern auch, wenn etwas ganz schlicht und einfach unnötig überladen ist. Und alleine das Talentsystem von DSA 4 (das in DSA 3 noch gut zu handhaben war) ist zu einem Moloch aufgebläht worden, das mehrere hundert Talente und Spezialisierungen hatte; und die Steigerungstabelle war auch übelst überfrachtet (und die AP-Kosten ließen sich nicht mal durch irgendwelche Formeln herleiten); oder das Nebeneinander von GP und AP, oder hunderte Professionspakete, wo es normierte Erstellungsregeln eher gebracht hätten - alles Elemente, die die Charaktererstellung unnötig umständlich machten.

Als ich damals von DSA 3 auf DSA 4 umstieg, war ich von den ganzen Möglichkeiten zur Ausgestaltung der Charaktere begeistert, aber rückblickend muss ich sagen, dass viele Sachen nicht wirklich ein Vorteil waren und/oder auch weniger umständlich möglich gewesen wären: Wozu braucht man bspw. dutzende Professionspakete, die alle verschiedene Ausformungen des Kriegers sind, anstatt einfach nur eine einzelne Schablone anzubieten, die der Spieler dann entsprechend befüllen darf? (Mit den DSA 5-Regeln hätte man im Grunde genommen die ganzen Professionspakete praktisch komplett abschaffen können - und dass man trotzdem darauf besteht, viel zu viele Seiten damit vollzumachen, nimmt mich nicht gerade für dieses System ein).

Auch wenn viele der DSA 5-Kritiker auf die 4. Edition nichts kommen lassen wollen, sollte man sich hier ehrlich machen: Ich denke, dass die 15 Jahre DSA 4 - ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, wo die Konkurrenz durch andere (zuvor auf dem deutschen Markt nur schlecht erhältliche) Systeme oder CRPGs abhob - dem Spiel wirklich nicht gut getan haben, was die Erschließung neuer Spielergruppen anging. Das entbindet Ulisses nicht von der Verantwortung für die Entscheidungen, die mit DSA 5 getroffen worden sind, aber es ist jetzt nicht so, als wäre vorher alles eitel Sonnenschein gewesen. Und auch wenn die 90er und die 00er Jahre auch in anderer Hinsicht schlecht miteinander vergleichbar sind - die 3. Edition war (bei allen Mängeln und auch wenn sie heute nicht mehr zetigemäß ist) sehr viel zugänglicher als die darauffolgende Edition, und ich bin zuversichtlich, dass das ebenfalls eine Rolle bei der Popularität des Systems spielte, das ja gerade in dieser Phase seine Hochzeit hatte.
viewtopic.php?f=5&t=49416 (1984-1999: A1-A85, B1-B25)

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 21.07.2021 19:41

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
21.07.2021 18:34
alle verschiedene Ausformungen des Kriegers sind, anstatt einfach nur eine einzelne Schablone anzubieten, die der Spieler dann entsprechend befüllen darf?
Du meinst den "Standardkrieger"?
DnD-Flüchtling hat geschrieben:
21.07.2021 18:34
(Mit den DSA 5-Regeln hätte man im Grunde genommen die ganzen Professionspakete praktisch komplett abschaffen können - und dass man trotzdem darauf besteht, viel zu viele Seiten damit vollzumachen, nimmt mich nicht gerade für dieses System ein).
Hat man. Nur gab es anscheinend mehrfach den Wunsch, "Fertigmischungen" zu haben, die man einfach übernehmen kann.

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 21.07.2021 19:59

Wolfio hat geschrieben:
21.07.2021 19:41
Du meinst den "Standardkrieger"?
Ich meine eher das, was in DnD der "Kämpfer" war - eine Standardklasse, die praktisch alle abdeckt, die hauptberuflich auf Fähigkeiten im Zwei- und Mehrkampf setzen. Bei DSA gab es diesen Krieger im Grunde genommen nur in der 1. Edition und eingeschränkt in der 2. (wo er sehr auf die Schiene "Held in strahlender Rüstung" gesetzt wurde, es aber keine alternativen Heldentypen gab); in DSA 3 gab es bereits die Tendenz dazu, bestimmte Klassenkonzepte aufzusplitten (im Falle des Kämpfers gab es dann die Amazone, den Krieger und den Söldner - und dazu kamen noch die Untertypen von Elfen und Zwergen).
Aber, ganz ernsthaft: Wirklich nötig waren solche Heldentypen nicht. Es hätte zB nichts dagegen gesprochen, einfach nur einen Standardkrieger zu gestalten, diesen weniger unflexibel auf den Archetyp "Held in strahlender Rüstung" festzulegen, sondern ihm eine etwas größere Breite zuzugestehen - und dann bestimmte "Class kits" nicht nur für die verschiedenen Akademien, sondern auch für Ritter, Söldner, Soldaten, Schützen und Amazonen zu erstellen. Und ähnlich hätte man es mit Streunern und Gauklern oder Barden und Skalden halten können.
(in DSA 2 und DSA 3 gab es noch die Standardvertreter bestimmter "exotischer" Völker, anstatt diese regeltechnisch ausschließlich auf Modifikationen einzustampfen; hier hat DSA 4 tatsächlich etwas hinter sich gelassen, was im Grunde nicht wirklich notwendig war)

In DSA 4 (und auch in DSA 5) hat man das stattdessen noch schlimmer gemacht.
Hat man. Nur gab es anscheinend mehrfach den Wunsch, "Fertigmischungen" zu haben, die man einfach übernehmen kann.
Was aber auch Ulisses' Strategie entgegenkam, möglichst viele Seiten mit Inhalt zu befüllen, der schnell erstellt war und es gleichzeitig ermöglichte, relevantere Inhalte für spätere Publikationen zurückzuhalten.
Zuletzt geändert von DnD-Flüchtling am 21.07.2021 20:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 21.07.2021 20:12

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
21.07.2021 19:59
Ich meine eher das, was in DnD der "Kämpfer" war - eine Standardklasse, die praktisch alle abdeckt, das hauptberuflich auf Fähigkeiten im Zwei- und Mehrkampf setzen.
Das ist eben der Unterschied, wenn man einmal "Klassen" und einmal "Berufe im bisherigen Leben" hat. Und genau das stellen Professionen ja schlicht dar: Die Berufsausbildung, bevor der Held zum Helden wurde.
Es gibt halt nicht "Den Krieger" in DSA, weil es eben keine "Klasse" sein soll.
DnD-Flüchtling hat geschrieben:
21.07.2021 19:59
Es hätte zB nichts dagegen gesprochen, einfach nur einen Standardkrieger zu gestalten, diesen weniger unflexibel auf den Archetyp "Held in strahlender Rüstung" festzulegen, sondern ihm eine etwas größere Breite zuzugestehen - und dann bestimmte "Class kits" [...] zu erstellen.
Gibt es in genau in dieser Form in Midgard. Glaub mir... das willst du nicht.

Maximal könnte man den Kriegerakademien vorwerfen, dass sie immer noch zu ähnlich sind.
DnD-Flüchtling hat geschrieben:
21.07.2021 19:59
Was aber auch Ulisses' Strategie entgegenkam, möglichst viele Seiten mit Inhalt zu befüllen, der schnell erstellt war und es gleichzeitig ermöglichte, relevantere Inhalte für spätere Publikationen zurückzuhalten.
Mag für Ulisses prkatisch gewesen sein, aber scheinbar gibt es eine sehr große Spielerzahl, die "Professionspakete" haben möchte. Auch, weil man damit einfach eine viel bessere Vorstellung von "Druide XY" oder "Krieger XY" hat. Der Hauptkritik-Punkt bei 4.1 schien mir immer die Paketvergünstigung und weniger die Pakete selbst.

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Ungelesener Beitrag von Numinoru » 21.07.2021 20:13

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
21.07.2021 19:59
in der 2. (wo er sehr auf die Schiene "Held in strahlender Rüstung" gesetzt wurde, es aber keine alternativen Heldentypen gab)
Irgendwo gabs für die zweite auch ein paar Talentstartwert + und -, um einen Thorwaler oder einen Vinsalter Krieger darzustellen. Das waren einfach zwei Zweizeiler, Rest blieb gleich.
Ein einfaches Basissystem lässt sich auch einfach modifizieren. Auch von den Spielern selbst. Auch so‘n Plus.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 21.07.2021 20:17

Numinoru hat geschrieben:
21.07.2021 20:13
DnD-Flüchtling hat geschrieben:
21.07.2021 19:59
in der 2. (wo er sehr auf die Schiene "Held in strahlender Rüstung" gesetzt wurde, es aber keine alternativen Heldentypen gab)
Irgendwo gabs für die zweite auch ein paar Talentstartwert + und -, um einen Thorwaler oder einen Vinsalter Krieger darzustellen. Das waren einfach zwei Zweizeiler, Rest blieb gleich.
Ein einfaches Basissystem lässt sich auch einfach modifizieren. Auch von den Spielern selbst. Auch so‘n Plus.
Was man in 4.1 exakt so auch noch hat. Durch Steigerungsspalten und feste AP=Steigerung-Mechanik.

Statt "Auswürfeln, ob XY um 1W6 steigt oder so" oder in Midgard "Auswürfeln, wie viel man nach der Steigerung als neuen Wert hat". (Und ja, jeder Midgard-Spieler dürfte den Fall kennen, wenn man 50-100 AP verheizt, und dann bei den 5W6+5 der Mindestwert rauskommt, der sogar noch unter dem alten Wert liegt.... Yay....)

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Ungelesener Beitrag von Ortak der Graue » 21.07.2021 21:41

Täusch ich mich oder seid ihr so langsam echt off-topic?

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 21.07.2021 21:50

Wir sitzen da direkt auf der Grenze ;)

Die Frage ist ja, ob bei Publikationen Paketprofessionen dabei sein sollten oder nicht *hust*

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Ungelesener Beitrag von Thargunitoth » 21.07.2021 22:36

Wege der Helden ist schon super. Damit kann man Ewigkeiten verbringen sich zu überlegen was für einen SC man spielen will. Alles kompakt in einem Buch.

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Ungelesener Beitrag von Talasha » 21.07.2021 23:37

Thargunitoth hat geschrieben:
21.07.2021 22:36
Wege der Helden ist schon super. Damit kann man Ewigkeiten verbringen sich zu überlegen was für einen SC man spielen will. Alles kompakt in einem Buch.
jap, WdH ist eines meiner liebsten Rollenspielbücher.
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Ungelesener Beitrag von Doc Sternau » 21.07.2021 23:40

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
21.07.2021 19:59
Was aber auch Ulisses' Strategie entgegenkam, möglichst viele Seiten mit Inhalt zu befüllen, der schnell erstellt war und es gleichzeitig ermöglichte, relevantere Inhalte für spätere Publikationen zurückzuhalten.
Gibt es für diese 'Strategie' auch irgendeinen Beleg oder ist das eine reine Unterstellung deinerseits? Dann würde ich es begrüßen, wenn du das auch so formulierst.
Ansonsten kann ich dir nur widersprechen: Professionspakete sind alles andere als schnell gefüllte Seiten - was glaubst du, warum man bei DSA4 (keine Ahnung ob beim 5er auch, das hab ich nicht verfolgt) immer und immer wieder Fehler in denen gefunden hat? Solche Zahlenjongliererei ist mit das Aufwändigste, was du in eine Publikation packen kannst. Die schreibst du nicht einfach so runter wie eine dröselige Zauberbeschreibung oder ein Flufftext zu 'Das ist ein Magier in 5000 Zeichen erklärt'. Wenn man schnell Seiten füllen wöllte, würde man garantiert keine solchen Pakete nehmen, zumla man in der Redaktion sehr genau weiß, dass die Dinger sofort von W20+20 durchgerechnet werden und man jeden kleinen Fehler auf dem Butterbrot serviert bekommt.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 21.07.2021 23:55

Doc Sternau hat geschrieben:
21.07.2021 23:40
Wenn man schnell Seiten füllen wöllte, würde man garantiert keine solchen Pakete nehmen
Stimmt, dafür nutzt DSA 5 die Wertekästen für Proben in X-facher Kopie für Wald, Dschungel, Berge, Nacht, Tag, Regen, Anit-Magic-Shell... warte, letztes war was anderes.

Oder die "tollen Bilder in Vollfarbe". Sorry, aber ich bleibe bei der Überzeugung, dass ein großer Faktor bei der Bebilderung in Farbe auch war: So können wir Platz nutzen.
Mit Blick in die RSH... nachvollziehbar, oder? Wenn quasi auf 1 Seite 1 NSC vorgestellt wird und das Bild übertreiben formulier 2/3 der Seite einnimmt, kann man sich viel Text sparen.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 21.07.2021 23:58

Und was sollte Text sparen nützen? Soweit ich weiß sind in der Regel vollfarbige qualitativ hochwertige Bilder teurer, als die paar Zeilen Text, die stattdessen hin passen würden.
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Ungelesener Beitrag von Talasha » 22.07.2021 00:05

Assaltaro hat geschrieben:
21.07.2021 23:58
Und was sollte Text sparen nützen? Soweit ich weiß sind in der Regel vollfarbige qualitativ hochwertige Bilder teurer, als die paar Zeilen Text, die stattdessen hin passen würden.
Assaltaro hat geschrieben:
21.07.2021 23:58
Und was sollte Text sparen nützen? Soweit ich weiß sind in der Regel vollfarbige qualitativ hochwertige Bilder teurer, als die paar Zeilen Text, die stattdessen hin passen würden.
Haben Caryad und Mia Steingräber nicht aufgehört für DSA zu Arbeiten weil sie nur noch 150 Euro pro Bild bekommen sollten? :grübeln: :???:
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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 22.07.2021 00:09

Selbst wenn wir annehmen Künstler und Autor bekommen den gleichen Stundenlohn (was bestimmt nicht so ist) dauert glaube ich so ein Bild länger als die halbe Seite mit Text zu füllen.

Das jetzt natürlich nur Vermutung, da ich weder Künstlerin noch Autorin bin
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 22.07.2021 00:12

Talasha hat geschrieben:
22.07.2021 00:05
Haben Caryad und Mia Steingräber nicht aufgehört für DSA zu Arbeiten weil sie nur noch 150 Euro pro Bild bekommen sollten? :grübeln: :???:
Haben die in bunt gearbeitet?

Es geht ja nicht nur um die Entlohnung des Zeichenpersonals - Vierfarbdruck auf allen Seiten treibt auch die Produktionskosten ordentlich in die Höhe.

@Assaltaro

Wie lange es dauert, "5 Zeilen Text zu schreiben", hängt extrem vom Text ab. Einen Forenbeitrag dieser Länge schreibe ich in unter 10 Minuten. Einen Artikel für ein Lexikon, für das ich Fakten checken muss, kann auch schon mal eine Stunde oder einen halben Tag dauern. (Für das Bild braucht man vermutlich trotzdem länger, da kenn ich mich nicht mit aus.)
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Publikationsstrategie von Ulisses

Ungelesener Beitrag von Wolfio » 22.07.2021 00:15

Assaltaro hat geschrieben:
21.07.2021 23:58
Und was sollte Text sparen nützen? Soweit ich weiß sind in der Regel vollfarbige qualitativ hochwertige Bilder teurer, als die paar Zeilen Text, die stattdessen hin passen würden.
"Nadine, wir skalieren dein Bild auf 90 zu 80 statt 80 zu 70. Passt das trotizdem? Dann braucht es da weniger Text und die Schreiber können sich um andere Teile kümmern. GehT? Top! Danke."

Text muss sich aber jemand ausdenken. Wenn ich 150 Wörter auf eine Seite setzen soll, dann brauche ich deutlich mehr Ideen, was ich in diesen 150 Wörtern im Vergleich zu 100 Wörtern schreibe. Personenbeschreibungen und ähnliches sind keinesfalls leichte Textsorten. Die so zu schreiben, dass sie stimmig, lesbar (stilisitisch) und lesbar (grammatisch) sind, ist durchaus eine Aufgabe.

(Arbeite aktuell als Produkttexter für ein Webportal. Schreib mal X Worte zu einem weißen Speiseteller, ohne dass du dir nach der Hälfte die Frage stellst, ob dein Chef eigentlich zu viel Alkohol getrunken hat oder du nicht genug)


Der Punkt ist da einfach: Ein Bild kannst du einfach anders skalieren und es macht kaum einen Unterschied, solange es zum restlichen Layout passt. Texte sind ja nicht einfach Wörter, die man dazuschreibt, sondern müssen eben auch im Kontext passen, idealerweise gut ins Layout einfügbar sein und eben auch qualitätiv passen.

Und da ist "Erweiter die Beschreibung von Ritter Igor mal um 50 Wörter" deutlich komplexer, als man es annehmen würde. (Aus dem Studium: Schreib mal einen Text so um, dass er noch auf die Seite passt, wenn genau 2-3 Wörter zu viel sind. Das kann echt stressig sein)

Zordan von Bethanstrand
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Publikationsstrategie von Ulisses

Ungelesener Beitrag von Zordan von Bethanstrand » 22.07.2021 00:31

Jetzt bitte nicht alles durcheinander schmeißen. Text und Bilder werden erstellt, das Schieben ist dann eine Layoutfrage. Das sind unterschiedliche Arbeitsschritte. Wer sich mal das wispernde Herz anschaut wird sehen, dass da garantiert niemand am Text gesparrt hat, um Produktionskosten zu senken.

Ich kann verstehen, dass Person X lange Textwüsten mag, Y steht voll auf schwarz-weiß, Z mag Cayad, A nur Sabine Weiß, C will alles bunt und viele Bilder zur Veranschaulichung. Das hier zu schreiben hat aber nichts mit Publikationsstrategie zu tun, sondern mit persönlichen Vorlieben, die unbenommen sind. Als Verlag plant man eine Reihe, prüft den Markt, macht Umfragen und stellt fest, dass seit 2010 bunte Rollenspielbücher quasi Pflicht zur Konkurrenzfähigkeit sind (D&D5 …) und eine Mehrheit der Spieler diese Art bei DSA5 bevorzugen würde - so wie auch die 3W20-Probe oder Professionen trotz Baukastensystem. Sicherlich kann auch gleich wieder angezweifelt werden, ob es solche Betrachtungen gab oder Ulisses nicht aus purer Gehässigkeit die Bücher bunt macht, aber wenn man das hier sowieso als Grundsatz unterstellen möchte, ist die Diskussion ja ohnehin keine mehr, sondern nur noch Anklage. Unterstellt man aber die Betrachtung des Marktes plus Kundenbefragung, muss doch wenigstens in Bezug auf bunte Bücher der eigene Frieden findbar sein: Ich mag es vielleicht schwarz und weiß, aber eine Mehrheit wollte DSA5 bunt und nun ist so. Das mag ich mir anders gewünscht haben, aber an diesem Punkt wurde halt einem häufiger geäußerten Wunsch entsprochen.

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Talasha
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Ungelesener Beitrag von Talasha » 22.07.2021 00:38

Rhonda Eilwind hat geschrieben:
22.07.2021 00:12
Talasha hat geschrieben:
22.07.2021 00:05
Haben Caryad und Mia Steingräber nicht aufgehört für DSA zu Arbeiten weil sie nur noch 150 Euro pro Bild bekommen sollten? :grübeln: :???:
Haben die in bunt gearbeitet?
Caryad nicht Frau Steingräber schon.
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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 22.07.2021 00:42

Wolfio hat geschrieben:
21.07.2021 20:12
Es gibt halt nicht "Den Krieger" in DSA, weil es eben keine "Klasse" sein soll.
Ich sehe da trotzdem keinen echten Mehrwert mehr dahinter.
Gibt es in genau in dieser Form in Midgard. Glaub mir... das willst du nicht.
Da ich Midgard nicht kenne, kann ich nichts dazu sagen, wie es da gewesen ist. Ich weiß aber, dass es in DSA 3 sehr gut mit Akademiekriegern und auch zufriedenstellend mit Kulturen geklappt hat; deswegen erschließt sich mir nicht, was so schlimm daran gewesen wäre, dieses Konzept auch so einzusetzen, dass man vergleichbare Professionen in einem einzelnen Archetyp konsolidiert.
Doc Sternau hat geschrieben:
21.07.2021 23:40
Gibt es für diese 'Strategie' auch irgendeinen Beleg oder ist das eine reine Unterstellung deinerseits? Dann würde ich es begrüßen, wenn du das auch so formulierst.
Und wenn ich das nicht tue, hast du mich nicht mehr lieb und schickst mich ohne Essen ins Bett?
(Man verzeihe mir meinen Sarkasmus, aber langsam habe ich keine Lust mehr, meine Argumentation zum hunderttausendsten Mal zum besten zu geben. Unter meinem Namen steht die Zeile "Posts in diesem Topic", da kann man wunderbar nachvollziehen, was ich bereits zu dem Thema geschrieben habe. Aber wenn ich dich einigermaßen treffend einschätze, wirst du ohnehin keines meiner Argumente gelten lassen, was erst recht ein Grund ist, mir nicht nochmal die Finger wund zu schreiben. Letztlich habe ich ohnehin den Eindruck, dass diejenigen, die eisern und unbeirrbar an den guten Willen von Ulisses glauben, das primär deswegen tun, weil sie daran glauben wollen, und weniger, weil dieser Eindruck sich bei jedem gerechten und unvoreingenommenen Kritiker unbestreitbar aufdrängen muss.)
Ansonsten kann ich dir nur widersprechen: Professionspakete sind alles andere als schnell gefüllte Seiten - was glaubst du, warum man bei DSA4 (keine Ahnung ob beim 5er auch, das hab ich nicht verfolgt) immer und immer wieder Fehler in denen gefunden hat? Solche Zahlenjongliererei ist mit das Aufwändigste, was du in eine Publikation packen kannst. Die schreibst du nicht einfach so runter wie eine dröselige Zauberbeschreibung oder ein Flufftext zu 'Das ist ein Magier in 5000 Zeichen erklärt'. Wenn man schnell Seiten füllen wöllte, würde man garantiert keine solchen Pakete nehmen, zumla man in der Redaktion sehr genau weiß, dass die Dinger sofort von W20+20 durchgerechnet werden und man jeden kleinen Fehler auf dem Butterbrot serviert bekommt.
Das glaubst du doch hoffentlich selber nicht - gerade in DSA 5, wo die Kosten der Professionspakete immer genau der Summe der Kosten der einzelnen Bausteine einer Profession entsprechen (also Sonderfertigkeiten, Talentwerte etc.) entsprechen, ist es kein Hexenwerk, die Zahlen korrekt zusammenzuaddieren.
Herrgott, hätte ich Zeit und Muße, könnte ich dir ein Excel-Sheet zusammenschreiben, das automatisch die AP-Kosten einer bestimmten Profession errechnet (und ein Programmierer würde das wahrscheinlich noch besser hinbekommen), solange du die gewünschten Zahlenwerte richtig einträgst. Und spätestens dann hat sich auch das schlimme Problem der Zahlenjongliererei auch erledigt.
Rhonda Eilwind hat geschrieben:
22.07.2021 00:12
Wie lange es dauert, "5 Zeilen Text zu schreiben", hängt extrem vom Text ab. Einen Forenbeitrag dieser Länge schreibe ich in unter 10 Minuten. Einen Artikel für ein Lexikon, für das ich Fakten checken muss, kann auch schon mal eine Stunde oder einen halben Tag dauern. (Für das Bild braucht man vermutlich trotzdem länger, da kenn ich mich nicht mit aus.)
Assaltaro hat geschrieben:
21.07.2021 23:58
Und was sollte Text sparen nützen? Soweit ich weiß sind in der Regel vollfarbige qualitativ hochwertige Bilder teurer, als die paar Zeilen Text, die stattdessen hin passen würden.
Ich würde mich gar nicht so sehr am Aufwand aufhängen, den ein einzelnes Bild verursacht - ich habe den finsteren Verdacht, dass es um den Platz geht, der dadurch in Beschlag genommen wird: Jede Seite voll von Bildern, oder doppelten Inhalten, oder redundantem und weitgehend sinnfreiem Crunch (wie eine Palette an Sonderfertigkeiten, die das Spiel nicht wirklich weiterbringen), ist eine Seite, die man gefüllt hat - und die es dementsprechend ermöglicht, andere Seiten mit neuen Inhalten für spätere Publikationen zurückzuhalten.
Man kann zB alles mögliche zum Thema Thorwal und Gjalskerland in adäquater Form auf grob 160 Seiten packen (und dann nochmal 40 Seiten Gehacktes zum Thema Streitende Königreiche hinzufügen)... nennen wir das Buch der Einfachheit halber "Unter dem Westwind". Das Problem an so einer Strategie ist aber, dass ich nur ein Buch für 40€ habe, das ich an den Mann bringen kann (oder vielleicht zwei, wenn ich noch ein bisschen mehr zu allen Gebieten schreibe und Thorwal als eigenen Band rausbringe); während ich aus diesem einen Buch einen ganzen Haufen für ein vielfaches dieses Preises machen kann, wenn ich zu jeder der Regionen separat drei, vier oder fünf Bücher veröffentliche. Damit das aber funktioniert, muss ich die Inhalte, für die bei einer konservativen Strategie 200 Seiten gereicht haben, auch auf ein vielfaches dieses Umfangs strecken - und um dieses Ziel zu erreichen, ist es hilfreich, wenn man viele Bilder nimmt, eine größere Schrift und natürlich auch sehr viel Crunch (idealerweise solchen, den man bereits anderswo stehen hat).

Der Fairness halber muss ich allerdings erwähnen, dass der Schritt, den DSA mit der 5. Edition gemacht hat, von DnD schon vor 20 Jahren mit dem Wechsel zur 3. vollzogen wurde; und es anscheinend wirklich viele Kunden gibt, die auf eine entsprechend opulente Aufmachung Wert legen - ich habe auch schon Kritiken gelesen, wo ein bestimmtes eher obskures System total in den Himmel gelobt wurde wegen des hervorragenden Artworks. Mir persönlich ist das relativ egal (solange ich nicht sowas wie in den 7 magischen Kelchen sehen muss), aber andererseits hat ein eher mäßiges S/W-Artwork für mich ja fast schon nostalgischen Wert, und das gilt halt nicht für jemandem, der erst in den 00er Jahren angefangen hat zu spielen.
viewtopic.php?f=5&t=49416 (1984-1999: A1-A85, B1-B25)

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Xerberous
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Ungelesener Beitrag von Xerberous » 22.07.2021 07:59

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
22.07.2021 00:42
und es anscheinend wirklich viele Kunden gibt, die auf eine entsprechend opulente Aufmachung Wert legen
Guter Inhalt in guter Aufmachung schlägt guten Inhalt in schlechter Aufmachung. Aber:
Guter Inhalt in schlechter Aufmachung ist immer noch besser als schlechter Inhalt in guter Aufmachung.

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